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© Continental Markt | 05 März 2020

Continental macht Milliarden-Verlust

Continental meldet in seinen neuesten Geschäftszahlen hohe Verluste. Die Krise in der Automobil-Industrie, der Umbruch und auch der Ausbruch des Coronavirus bescheren dem Automobilzulieferer ein Defizit von 1,2 Milliarden Euro.

Im Jahr zuvor stand noch ein Plus von knapp drei Milliarden Euro in der Bilanz. Continental nennt als Gründe für den Verlust Wertberichtigungen sowie das schlechte Marktumfeld. Vorstands-Chef Degenhart sagte, das vergangene Jahr habe deutliche Bremsspuren in der ganzen Auto-Industrie hinterlassen. „Die Autoindustrie durchlebt derzeit einen der heftigsten Stürme“, so Vorstandschef Elmar Degenhart bei der Vorstellung der vorläufigen Jahreszahlen weiter. „Die Auswirkungen werden uns noch lange beschäftigen“. Und Finanzvorstand Wolfgang Schäfer fügt hinzu, dass das Geschäftsjahr absolut nicht zufriedenstellend verlaufen sei und schaut dabei auch auf schwache Verkäufe von Autoherstellern in vielen Ländern. Daneben gebe es erhebliche zusätzliche Sondereffekte, schreibt dpa - darunter eine Milliarden-Wertberichtigung früherer Zukäufe. Der Betriebsrat habe bereits vor möglichen Kündigungen gewarnt. Die neuen Zahlen haben auch direkten Einfluss auf die Continental-Aktie. Sie sackte auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren, verlor zeitweise über 12 Prozent. Der Konzern stellt sich auf eine nochmals verringerte Gewinnspanne im laufenden Geschäft ein. 2019 kam Continental bezogen auf den Gesamtmarkt noch relativ glimpflich davon: Der Umsatz legte leicht um 0,2 Prozent auf 44,5 Milliarden Euro zu. Bereinigt um die Abschreibungen betrug das operative Ergebnis 3,2 Milliarden Euro, ein Minus von gut einem Fünftel. Die Mitarbeiter erhalten eine Sonderzahlung, die Dividende soll von 4,75 Euro auf 4 Euro sinken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte allerdings von 4 Milliarden auf minus 268 Millionen Euro ab. Während Conti 2020 mit einer Abnahme der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 2 bis 5 Prozent kalkuliert, würden allein für China, dem Ursprungsland des Coronavirus, 5 Millionen weniger hergestellte Autos erwartet als noch 2017, so dpa weiter. Vorstandschef Degenhart will künftig weiter sparen. „Es ist gerade mal fünf Monate her, dass wir dachten, wir gehen tief genug. Heute müsse man aber erkennen, dass weitere Maßnahmen nötig seien“. Das Programm „Transformation 2019-2029“ richte den Konzern auf Sensorik, Elektronik und Software aus, Felder wie Hydraulik würden gekappt. Angesichts der angespannten Lage prüfe man weitere Maßnahmen. „Im Extremfall können wir auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen“, so Degenhart.
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2020.09.21 11:08 V18.10.12-1