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© Technischen Universität Dresden Markt | 26 Februar 2020

DFG bewilligt 2,65 Millionen Euro für „MORE“-Messplattform

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Zuge ihrer Großgeräteinitiative der Technischen Universität Dresden (TUD) 2,65 Millionen Euro zugesagt. Damit baue ein Forschungskonsortium unter Leitung von Professor Frank Ellinger von der TUD-Professur für Schaltungstechnik und Netzwerktheorie in Dresden eine „Messplattform für ultrahohe Datenraten“ (MORE) auf, heißt es in einer Mitteilung.

Mit diesen hochmodernen Messgeräten wollen die Dresdner Wissenschaftler die weltweit schnellsten Mikrochips entwickeln, die ab 2028 für den Mobilfunk der 6. Generation (6G) benötigt werden. Gedacht sind diese Schaltkreise für 6G-Smartphones mit sehr hohen Datenraten, aber auch für elektro-optische Chip-Verbindungen in Rechenzentren und Mobilfunk-Stationen. „Für die Kommunikationstechnik der Zukunft muss der Stand der Technik hinsichtlich der Datenraten massiv verbessert werden“, sagt Ellinger. „Zusammen mit unseren Partnern möchten wir 6G-Kommunikationstechnik entwickeln, die Maximaldatenraten über 100 Gigabit pro Sekunde bei minimalem Leistungsverbrauch ermöglicht. Dafür ist die neue Messtechnik von zentraler Bedeutung. Das ist auch für die Halbleiterindustrie in Dresden sehr wichtig“, so Ellinger weiter. Die Dresdner Forscher wollen Schaltkreise für die 6G-Technologie entwickeln, die zehnmal so schnell wie 5G-Funk sein sollen. Ziel sei es, diese Chips für Rekorddatenraten über 100 Gigabit je Sekunde (Gb/s) und sehr hohen Frequenzen bis zu 200 Gigahertz zu optimieren. Heutige Testgeräte könnten solche Computerchips aber weder bei voller Datenlast noch genau genug ausmessen. Die MORE-Plattform soll diese Probleme lösen. Mit dem DFG-Geld wollen Ellinger und seine Kollegen hochmoderne ultra-schnelle Messtechnik anschaffen. Dazu würden ein mehrkanaliger Wellengenerator zur universellen Erzeugung von verschiedenen Signalformen, ein rauscharmer Taktgenerator, ein Mehrkanal-Echtzeitoszilloskop zur hochgenauen Signalanalyse, ein Mehrkanal-Datenratentestmodul und weitere Geräte gehören, die von den Anbietern teils speziell für die Dresdner MORE-Plattform entwickelt werden. Selbst konstruieren wollen die TUD-Experten im Rahmen von weiteren Projekten zudem sogenannte „Multiplexer“ und „Demultiplexer“. Das sind Chips, die mehrere Datenströme zusammenführen und trennen können. Durch diese Parallelisierung der Datenströme möchten die Forscher die Geschwindigkeit dieser Komponenten gegenüber handelsüblichen Geräten verdoppeln und Datenraten über 200 Gb/s pro Kanal generieren und messbar machen.
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2020.09.28 14:54 V18.10.14-1