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© cacaroot dreamstime.com Design Analysen | 14 Februar 2020

Miele steigert seinen Umsatz um 3,2 Prozent

Im zweiten Halbjahr 2019 hat die Miele Gruppe 2,24 Milliarden Euro Umsatz erzielt - 3,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das schreibt der Konzern in einer Pressemitteilung.

„Dies zeigt einmal mehr, dass wir mit unseren Produkten und Services richtig aufgestellt sind, um auch bei herausfordernden Marktbedingungen und intensivem Wettbewerb Umsatz und Marktanteile hinzuzugewinnen", heißt es von der Miele-Geschäftsleitung. Im laufenden Jahr solle der Wachstumskurs weiter gefestigt werden - etwa durch die Kücheneinbaugeräte der neuen Generation 7000. Am 31. Dezember 2019 waren für Miele weltweit 20.478 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, so viele wie nie zuvor. Zur positiven Entwicklung in diesem Berichtszeitraum des Rumpfgeschäftsjahres haben insbesondere große europäische Märkte wie Österreich, die Schweiz, die Niederlande und Italien beigetragen - nach einer längeren Brexit-bedingten Durststrecke aber auch Großbritannien. Im besonders umkämpften deutschen Markt hat Miele 2,7 Prozent Umsatzwachstum erreicht. Demgegenüber leidet das Geschäft in Hongkong durch die politischen Unruhen. In China dämpfen staatliche Eingriffe den Immobilienmarkt und damit auch das Geschäft mit Küchenausstattungen. Von den Produktgruppen haben vor allem die Waschmaschinen und Trockner sowie die Staubsauger zum Umsatzwachstum beigetragen. Im Boomsegment der kabellosen Handstaubsauger ist der Triflex HX1 sehr erfolgreich in den Markt gestartet. Über alle Produktgruppen hinweg haben die Aktionsmodelle zum 120-jährigen Bestehen für deutliche Impulse gesorgt. Überproportional gewachsen ist im Berichtszeitraum der Geschäftsbereich Professional, mit Geräten und Services für Gewerbebetriebe, medizinische Einrichtungen und Labore und der italienischen Medizintechniktochter Steelco. Über Steelco wird das aufstrebende Klinikprojektgeschäft der Miele Gruppe gesteuert. Ein weiterer Wachstumstreiber sind hier die kompakten Profi-Waschmaschinen und Trockner für Kleingewerbe. Insgesamt ist der Professional-Umsatz um mehr als vier Prozent gestiegen. Um weitere Potenziale für nachhaltiges Wachstum zu erschließen, stellt sich Miele, wie im Oktober berichtet, organisatorisch neu auf - zum Beispiel mit acht eigenständig agierenden Business Units, einem neuen Zuschnitt der Vertriebsregionen sowie einem eigenen Standort für die digitale Vermarktung, der gerade in Amsterdam aufgebaut wird. Planmäßig gestartet ist das neue Werk für Waschmaschinen, das Miele im polnischen Ksawerów errichtet hat. Die Miele Venture Capital GmbH, in der die Beteiligungen an vielversprechenden Start-up-Unternehmen gebündelt sind, hat seine Aktivitäten weiter ausgebaut. So sind im Berichtszeitraum zwei neue 100-Prozent-Töchter hinzugekommen. Mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs der Agrilution GmbH steigt Miele in das Zukunftsfeld des "Vertical Farming" ein. Bei minimalem Aufwand werden perfekte Wachstumsbedingungen etwa für Salate und Kräuter gewährleistet. Demgegenüber bietet die Miele Operations & Payment Solutions GmbH eine App-basierte Lösung für Ausstattung, Organisation, Service und Abrechnung von gemeinschaftlich genutzten Waschkellern ("appWash"). Zielgruppen sind zum Beispiel Studentenwohnheime, Mehrfamilienhäuser, Campingplätze und Waschsalons. Mit diesen und weiteren Aktivitäten folgt Miele dem strategischen Ziel, sein Portfolio durch innovative Produkte und digitale Services, die das Stammgeschäft sinnvoll ergänzen, stetig zu erweitern.
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2020.03.27 12:33 V18.4.17-1