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© bombardier Markt | 30 Januar 2020

Deutsche Bahn will Bombardier-Züge wegen technischer Mängel nicht abnehmen

Die Deutsche Bahn weigert sich offenbar, neue IC-Züge von der Firma Bombardier abzunehmen. Hintergrund sind demnach technische Mängel an den 25 Zügen.

Schon 2015 hatte die Deutsche Bahn damit begonnen ihre Intercity-Züge zu ersetzen und zwar mit Wagen vom kanadischen Konzern Bombardier. Während die erste Lieferung noch ohne Probleme auf die Schiene ging, sieht es nun ganz anders aus. Habe es anfangs noch die typischen Startschwierigkeiten gegeben, hat sich die Lage nun offenbar so verschärft, dass die Deutsche Bahn die Züge aus dem Hause Bombardier nicht abnehmen will. Man setze auf eine schnelle Behebung der Mängel durch den Hersteller. Zudem prüfe man rechtliche Mittel, wird die Bahn in der ARD zitiert. Bahnkunden hätten einen Anspruch auf einwandfrei funktionierende Züge. Genauer beschreibt die Süddeutsche Zeitung die Probleme und zitiert dabei interne Bahndokumente, in denen es heißt, dass das Betriebssystem des Zuges regelmäßig zusammenbreche, vor allem beim Wechsel der Fahrtrichtung. Lokführer müssten eine Stunde vor Abfahrt am Zug sein, um das System zu starten. Auf Sicht sollen die neuen Züge fast alle Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern an das Fernverkehrsnetz anschließen. Von den 42 bestellten Zügen sind allerdings bislang nur 17 abgenommen. Von den Problemen mit den neuen IC2-Zügen sollen die Bombardier-Werke in Görlitz und Bautzen betroffen sein. Viele der Triebwagen und Waggons sollen nach MDR-Angaben in Sachsen gebaut werden.
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2020.06.09 11:27 V18.6.11-2