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© Hella Design Analysen | 15 Januar 2020

Hella verzeichnet Rückgang bei Umsatz und Ergebnis

Vor dem Hintergrund der nachlassenden Konjunktur und des weiterhin anspruchsvollen Branchenumfelds hat der Automobilzulieferer HELLA in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/2020 (1. Juni bis 30. November 2019) einen Rückgang von Umsatz und Ergebnis verzeichnet.

So habe sich der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz des Unternehmens um 3,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,4 Milliarden Euro) reduziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der berichtete Konzernumsatz verringerte sich nach Verkauf des Großhandelsgeschäftes um 6,7 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) ist im Halbjahreszeitraum auf 257 Millionen Euro gesunken (Vorjahr: 296 Millionen Euro). Die bereinigte EBIT-Marge beläuft sich damit auf 7,8 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Das berichtete EBIT hat sich auf 230 Millionen Euro reduziert (Vorjahr: 537 Millionen Euro). Zurückzuführen sei dieser starke Rückgang vor allem auf die außerordentlichen Erträge aus der Veräußerung des Großhandelsgeschäftes im Vorjahr. Die berichtete EBIT-Marge liege somit bei 7,0 Prozent (Vorjahr: 15,1 Prozent). „Dennoch haben wir uns erneut besser entwickelt als der Markt, was für die Attraktivität unserer Produkte und Stärke des HELLA Geschäftsmodells spricht. Daher sind wir mit unserer Geschäftsentwicklung insgesamt zufrieden“, sagt Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der HELLA Geschäftsführung. Der berichtete Umsatz im Automotive-Segment reduzierte sich im ersten Geschäftshalbjahr um 1,6 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,9 Milliarden Euro). Ursächlich hierfür war vor allem die weltweit nachlassende Fahrzeugproduktion, die im Halbjahreszeitraum um 6,1 Prozent zurückgegangen ist. Infolge des vergleichsweise geringeren Geschäftsvolumens sowie weiterhin hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung hat sich das EBIT des Segments auf 213 Millionen Euro reduziert (Vorjahr: 244 Millionen Euro). Die EBIT-Marge beläuft sich somit auf 7,6 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent). Der berichtete Umsatz des Aftermarket-Segments ist in der ersten Geschäftsjahreshälfte um 3,8 Prozent auf 323 Millionen Euro zurückgegangen (Vorjahr: 336 Millionen Euro). Insbesondere in Südwesteuropa sowie im Mittleren Osten war die Nachfrage nach Ersatzteilen deutlich geringer. Die Profitabilität des Segments hat sich infolge von Kostenoptimierungen und Produktmixeffekten mit einem EBIT-Anstieg um 14,2 Prozent auf 29 Millionen Euro deutlich verbessert (Vorjahr: 25 Millionen Euro). Die EBIT-Marge des Segments liegt damit bei 9,0 Prozent (Vorjahr: 7,6 Prozent). Im Segment Special Applications ist der berichtete Umsatz im Halbjahreszeitraum insbesondere aufgrund der Marktschwäche im Geschäft für Land- und Baumaschinen sowie für Busse und Trailer um 10,2 Prozent auf 183 Millionen Euro zurückgegangen (Vorjahr: 204 Millionen Euro). Aufgrund des niedrigeren Umsatzes, Produktmixeffekten sowie gestiegener Investitionen in neue Produkte ist das EBIT des Segments auf 18 Millionen Euro gesunken (Vorjahr: 27 Millionen Euro). Die EBIT-Marge beläuft sich somit auf 9,7 Prozent (Vorjahr: 13,3 Prozent). Nach dem ersten Halbjahr bestätigt HELLA die Prognose für das vollständige Geschäftsjahr 2019/2020. „Das Marktumfeld bleibt weiterhin sehr herausfordernd. Mit einer nachhaltigen Erholung ist in 2020 nicht zu rechnen“, so Breidenbach. „Dennoch bekräftigen wir unsere Jahresziele. Wir werden die Phase der aktuellen Marktschwäche konsequent nutzen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken und unvermindert in innovative Lösungen für die großen Trendthemen Elektrifizierung und Autonomes Fahren zu investieren.“ HELLA erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen währungs- und portfoliobereinigten Konzernumsatz von rund 6,5 Milliarden Euro bis 7,0 Milliarden Euro sowie eine um Restrukturierungsmaßnahmen und Portfolioeffekte bereinigte EBIT-Marge zwischen rund 6,5 bis 7,5 Prozent.
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