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Markt | 15 Januar 2020

Rolls-Royce übernimmt Mehrheit an Stromspeicher-Spezialist Qinous

Rolls-Royce hält ab dem 15. Januar 2020 mit 73,1 Prozent der Anteile die Mehrheit am Berliner Stromspeicherspezialisten Qinous GmbH. Rolls-Royce übernimmt die Anteile aller bisherigen Finanzinvestoren, unter denen sich auch die IBB Beteiligungsgesellschaft mbH (Berlin) befand.

Die Gründungsgesellschafter seien weiterhin am Unternehmen beteiligt und behielten ihre bisherigen Funktionen, heißt es in einer Pressemitteilung. Über den Kaufpreis und die anderen ausgeschiedenen Gesellschafter wurde Vertraulichkeit vereinbart. Rolls-Royce hatte sich bereits im Oktober 2018 mit 19,9 Prozent an dem einstigen Startup-Unternehmen beteiligt, das sich mit Batteriespeichersystemen und der dazugehörigen Steuerung beschäftigt und bereits Speicherlösungen auf der ganzen Welt realisiert hat. „Unsere neue Tochtergesellschaft spielt künftig eine zentrale Rolle“, sagt Andreas Schell, CEO des Rolls-Royce-Geschäftsbereichs Power Systems. „Denn dort werden wir sämtliche Microgrid-Aktivitäten des Geschäftsbereichs bündeln - von einfacheren Speicherlösungen bis zu kompletten und komplexen Microgrid-Lösungen unterschiedlichster Größe und Konfiguration. Dabei ergänzen sich die Kompetenzen von Qinous als junges Unternehmen mit Start-Up-Charakter ideal mit den industriellen Fähigkeiten von Rolls-Royce“, so Schell. Die gemeinsame Entwicklung eines Angebots an Speicherlösungen in den vergangenen Monaten habe gezeigt, dass beide Unternehmen hervorragend zueinander passen. „Auf unserem Weg zum Anbieter integrierter Lösungen für unsere Kunden kommen wir mit der Mehrheitsübernahme von Qinous einen großen Schritt weiter. Wir werden künftig nicht nur die technische Lösung und den Service, sondern sogar die Finanzierung anbieten können“, so Schell. Qinous hat sich mit modular und skalierbar aufgebauten, vorgefertigten Plug- and Play-Batterieprodukten einen Namen gemacht, die erneuerbare Energiequellen, Stromgeneratoren und Batteriespeicher miteinander verbinden. „Die weitere Vertiefung der Partnerschaft zwischen Rolls-Royce und Qinous ist ein logischer und konsequenter Schritt zur Erschließung des stark wachsenden Microgrid-Marktes. Wir haben in zahlreichen Projekten die Funktion und Zuverlässigkeit der Lösungen nachgewiesen. Nun können wir mit den Erfahrungen und der weltweiten Präsenz von MTU schneller und flächendeckender die Nachfrage bedienen“, sagt Steffen Heinrich, Mitgründer und Co-Geschäftsführer von Qinous. Der Komponentenbaukasten des aufeinander abgestimmten Qinous- und MTU-Produktprogramms erlaubt künftig die Konfiguration von Lösungen von 30 kW/30kWh bis zu mehreren MW/MWh. „Das Leistungs- und Kapazitätsangebot deckt den Bedarf von beispielsweise Gewerbebetrieben, Stadtwerken, Energieversorgern bis hin zu größeren Industrieanlagen ab. Zusammen mit Qinous können wir unseren Kunden eine breite Palette von Microgrid-Lösungen, bestehend aus unterschiedlichen Kombinationen von Energieerzeugern und -speichern anbieten“, so Cordelia Thielitz, Vice President für das Geschäftsfeld Microgrid Solutions bei Rolls-Royce. Qinous hat etwa 40 Mitarbeiter in Berlin. Rolls-Royce beschäftigt sich an vier Standorten mit Forschung und Entwicklung von Microgrids und Stromgeneratoren und zwar in Friedrichshafen, Ruhstorf, Augsburg und Mankato (USA).
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2020.03.27 12:33 V18.4.17-2