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© Daimler Markt | 02 Dezember 2019

Daimler mit Entlassungen

Daimler hat sich mit dem Gesamtbetriebsrat auf Eckpunkte geeinigt, um die Konzernstruktur zu verschlanken und damit Effizienz und Flexibilität zu steigern. Dazu seien gemeinsam Maßnahmen zur Kostensenkung und zur sozialverträglichen Reduzierung von Arbeitsplätzen vereinbart worden, teilt das Unternehmen mit.

Daimler wird demnach die natürliche Fluktuation nutzen, um freiwerdende Arbeitsplätze abzubauen. Zudem werden die Möglichkeiten zur Altersteilzeit erweitert und in Deutschland ein Abfindungsprogramm angeboten, um Stellen in der Verwaltung zu reduzieren. Die Umsetzung der Eckpunkte-Vereinbarung werde in den nächsten Wochen mit den Arbeitnehmervertretern weiter ausgearbeitet. Daimler strebt an, bis Ende 2022 weltweit tausende Stellen zu kürzen. Der bei der Ausgliederung der operativen Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars & Vans und Daimler Trucks & Buses zugesagte und vereinbarte Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen in Deutschland bis Ende 2029 bleibe davon für die Daimler AG, die Mercedes-Benz AG sowie die Daimler Truck AG unberührt. Die Entwicklung hin zur CO2-neutralen Mobilität erfordere hohe Investitionen, deshalb hatte Daimler Mitte November angekündigt, ein Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, der Innovationskraft und der Investitionskraft zu starten. Ein Bestandteil dieses Programms ist es, die Personalkosten bis Ende 2022 um rund 1,4 Milliarden Euro zu senken und unter anderem die Zahl der Management-Stellen weltweit um zehn Prozent zu kürzen. „Mit den jetzt gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossenen Eckpunkten zur Verschlankung des Unternehmens können wir dieses Ziel bis Ende 2022 erreichen. Wir werden die Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich gestalten“, sagt Wilfried Porth, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Personal und Arbeitsdirektor, Mercedes-Benz Vans. Neben den Maßnahmen zur Verschlankung haben sich Daimler und die Arbeitnehmervertreter zudem darauf geeinigt, weitere Personalkosten zu senken. Dazu werde es unter anderem Angebote an die Belegschaft geben, die wöchentliche Arbeitszeit zu reduzieren. Das Unternehmen werde auslaufende Arbeitsverträge von Zeitarbeitskräften in der Verwaltung nur noch sehr restriktiv verlängern. Ebenso restriktiv werden befristete 40 Stunden-Verträge der Stammbelegschaft zugelassen.
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2019.12.12 10:59 V14.8.5-2