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© Rohde & Schwarz Markt | 07 November 2019

Rohde & Schwarz forscht mit den Fraunhofer-Instituten an 6G

Während sich der Mobilfunk der fünften Generation gerade in der Einführung befindet, gehen Rohde & Schwarz, das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF schon einen Schritt weiter in Richtung 6G.

Gemeinsam haben sie ein drahtloses Übertragungssystem im Terahertz-Frequenzbereich entwickelt, das zwischen 270 und 320 GHz arbeitet. In den Forschungslaboren der Industrie und der akademischen Einrichtungen gewinnt 6G zunehmend an Bedeutung. Während in 5G erstmals Millimeter-Wellen-Frequenzen mit größeren Bandbreiten und höhere Datenraten für neue Anwendungen beispielsweise in der drahtlosen Fabrikautomatisierung (industrielles IoT) und bei autonomen Fahrzeugen eingesetzt werden, sollen in 6G die Übertragungsraten noch weiter erhöht werden. Es sei zwar noch nicht klar, welche Funktechnologien in 6G zum Einsatz kommen werden, aber offensichtlich müssten die Übertragungsbandbreiten weiter vergrößert werden, um Datenraten im Terabit-Bereich zu erzielen. Große zusammenhängende Frequenzbereiche für den Mobilfunk sind nur im Sub-THz- und im THz-Bereich, das heißt oberhalb von 100 GHz, zu finden. Der Mobilfunk der sechsten Generation wird voraussichtlich innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahre auf breiter Ebene eingeführt. Rohde & Schwarz hat seinen Kunden jedoch bereits jetzt einen Demonstrator für 300 GHz vorgestellt. Er besteht aus Sende-Empfangsmodulen bei 300 GHz, einem Vektorsignalgenerator R&S SMW200A und einem Signal- und Spektrumanalysator R&S FSW43 sowie aus Geräten für die Synchronisation von Sender und Empfänger. An der aktuellen Kooperation mit Rohde & Schwarz sind das Fraunhofer HHI und das Fraunhofer IAF beteiligt. Das HHI arbeitet an der Signalverarbeitung, der Synchronisierung zwischen Sender und Empfänger und an der Systemintegration. Vom IAF stammen die hochleistungsfähigen Millimeterwellen Sende- und Empfangsmodule. Bei den gemeinsamen Forschungsarbeiten werden generell Frequenzbereiche oberhalb von 100 GHz angestrebt. Der Hauptfokus liegt dabei auf dem D-Band (150 GHz) und dem H-Band (300 GHz). „Rohde & Schwarz bietet innovative Test- und Messlösungen für die Forschungsarbeit in der Anfangsphase der 6GEntwicklung. So können wir Expertengespräche mit unseren Kunden führen und uns ein Bild von Technik und Markttrends bereits lange vor der Kommerzialisierung von 6G machen“, so Dr. Taro Eichler, Manager im Wireless-Marktsegment bei Rohde & Schwarz. Dr. Wilhelm Keusgen, Leiter der Millimeterwellen-Gruppe am Fraunhofer HHI, ergänzt: „Unsere Zusammenarbeit ist für alle Seiten gewinnbringend und wird sicher künftig den Weg für die Entwicklung von 6G ebnen.“ „Als einer der ersten globalen Anbieter von Chipsätzen und Elektronikkomponenten, die bereits jetzt in der Lage sind, die für 6G erforderlichen Hochfrequenzbereiche zu erzielen, entwickeln wir nun mit Partner Rohde & Schwarz eine bahnbrechende Technologie“, sagt Dr. Michael Schlechtweg, Leiter des Geschäftsfelds Hochfrequenzelektronik am Fraunhofer IAF, abschließend.
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2019.11.12 07:31 V14.7.10-2