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© pichetw dreamstime.com Komponenten | 05 August 2019

Spotmarkt zu klein für Entlastungen

Spotpreise sind seit Anfang Juli zwar im Durchschnitt um 24 Prozent gestiegen, die Größe des Spotmarktes jedoch zu klein ist, um die Lieferanten von ihren hohen Lagerbeständen deutlich zu entlasten.

Darüber hinaus konnte die Gesamtnachfrage nach Speicherprodukten in der Hochsaison nicht verbessert werden, was die Vertragspreise erneut in die Höhe trieb. Die Vertragspreise für marktübliche DDR4 8GB-Produkte liegen bei 25,5 US-Dollar, was einem Rückgang des MoM um 10,5 Prozent entspricht. TrendForce sagt weiter, dass Angebote für Vertragspreise eher von der Dynamik von Angebot und Nachfrage, als von Nachrichten über aktuelle Ereignisse auf dem Markt bestimmt wurden. Die Nachfrageprognosen gehen davon aus, dass die jährlichen PC-Gesamtlieferungen um 4,8 Prozent, das jährliche Produktionsvolumen von Smartphones um etwa 5 Prozent und die jährlichen Server-Gesamtlieferungen ein stagnierendes Wachstum verzeichnen werden. Auf der Angebotsseite haben einige DRAM-Hersteller Pläne angekündigt, die Produktion zu reduzieren, aber die tatsächliche Größe dieser Kürzungen ist relativ begrenzt und beinhaltet hauptsächlich die Einstellung von Legacy-Prozessen oder Waferreduzierungen, die mit der Einführung fortgeschrittenerer Prozesse einhergehen. Die Hersteller halten bisher etwa 3 bis 5 Monate Lagerbestände vor. Ein nicht behobenes Überangebot verbunden mit der Tatsache, dass der Vertragsmarkt über 90 Prozent des gesamten DRAM-Marktes ausmacht, bedeutet, dass die Vertragspreise in diesem Monat noch immer rückläufig sind. Schaut man sich die DRAM-Preisentwicklung im dritten Quartal an, wird deutlich, dass sich die Beobachtung lohnen wird, ob Japan wieder Materialexporte zulässt. Obwohl Japan die Streichung Südkoreas von seiner Liste der sogenannten "weißen Länder" angekündigt hat, hebt es lediglich den Status Südkoreas als "most-favoured nation" (MFN) auf. Anbieter hoffen jedoch nach wie vor, dieses Problem zu nutzen, um die Preise etwas in die Höhe zu treiben. TrendForce weist darauf hin, dass der jüngste Sprung der Spotpreise ursprünglich das Ergebnis der von Japan durchgeführten Kontrollen der Exporte von drei Arten von Halbleitermaterialien war, zumal die Lagerbestände für die Marktkanäle in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der Preisrückgänge zurück gingen. Marktängste und Sorgen um das zukünftige Angebot ließen die Spotpreise kurzfristig sprunghaft ansteigen. Es würden aber keine tatsächlichen Transaktionen an den Spotmärkten stattfinden. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass der Spotmarkt oft einen Indikator für den Auf- und Abstieg der DRAM-Branche darstellt, aber ob die Branche stark schwankt, hängt auch von den tatsächlichen Zu- oder Abnahmen der Lagerbestände ab, sagt TrendForce. Japan hatte eine Verschärfung der südkoreanischen Exportkontrollen am 1. Juli angekündigt, wobei drei Materialien mit potenziellen militärischen Einsatzmöglichkeiten zu den Punkten gehören, die einer genauen Prüfung bedürfen. Die Untersuchungen von TrendForce zeigen jedoch, dass von den drei eingeschränkten Produkten: Photoresists, Fluorwasserstoff und fluorierte Polyamide, nur Fluorwasserstoff in der DRAM/NAND-Produktion verwendet wird. Obwohl Japan einen Anteil von 60 bis 70 Prozent am Weltmarkt für Fluorwasserstoff hält, können Halbleiterhersteller das Material weiterhin aus anderen Regionen oder Ländern beziehen. Und da Samsung und SK Hynix Lagerbestände aufweisen, die etwa 2,5 Monate halten, würden die kurzfristigen Auswirkungen kein großes Problem darstellen. Angeblich haben koreanische DRAM-Lieferanten bereits Dokumente zur Überprüfung an die japanische Regierung geschickt. Wenn die erste kontrollierte Lieferung erfolgreich nach Südkorea exportiert werden kann, sollte das Japan-Südkorea-Problem schnell gelöst werden, sagt TrendForce. Weitere Informationen finden Sie bei Trendforce.
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-1