Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© Osram Komponenten | 01 August 2019

Osram muss weiter fallende Umsätze verkraften

Beim krisengeschüttelten Beleuchtungsmittelhersteller Osram bleibt die Lage auch weiterhin ernst. Der Umsatz des zum Verkauf stehenden Traditionsunternehmens brach um knapp 15 Prozent auf 850 Millionen Euro ein, heißt es in einer Stellungnahme von Osram.

Das dritte Quartal habe bei Osram noch keine Belebung des Geschäfts gezeigt, so Vorstandschef Olaf Berlien. Insbesondere die Automärkte entwickelten sich weiter schwach. Die bereinigte EBITDA-Marge wurde von der gesunkenen Profitabilität im Automobilgeschäft belastet und erreichte 6,8 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA lag mit 58 Millionen Euro um 58 Prozent unter dem Vorjahreswert, das Nettoergebnis betrug minus 35 Millionen Euro und wurde auch von Transformationskosten belastet. 
Im Geschäftsbereich Opto Semiconductors sank der vergleichbare Umsatz binnen Jahresfrist um gut 21 Prozent auf 361 Millionen Euro. Gegenüber dem zweiten Quartal blieb der Umsatz damit stabil, während die bereinigte EBITDA-Marge 16,8 Prozent erreichte und sich damit gegenüber dem Vorquartal wieder erholte. Die Investitionen gingen im abgelaufenen Quartal, sowohl verglichen mit dem Vorjahr als auch dem Vorquartal, deutlich zurück.

 Im Geschäftsbereich Automotive sank der Umsatz um 12,5 Prozent auf 431 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge sank auf 5,1 Prozent und wurde geprägt von der sehr schwachen Fahrzeugproduktion in China sowie rückläufigen Absatzmengen bei traditionellen Autolampen. Zudem wurden noch Anlaufkosten für das Joint Venture OSRAM Continental verbucht.

 Das Geschäft mit digitalen Anwendungen verzeichnete aufgrund der Marktschwäche für traditionelle Vorschaltgeräte einen Umsatzrückgang um 12,5 Prozent auf 227 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei minus 3 Prozent.

 Weiterhin empfehlen Aufsichtsrat und Vorstand den Osram-Aktionären das vorliegende Übernahmeangebot der US-Investoren Bain Capital und Carlyle anzunehmen. Der gebotene Preis von 35 Euro je Aktie in bar stelle aus Sicht der Gremien eine angemessene und faire Bewertung des Unternehmens dar. „Das Angebot ist attraktiv für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Aktionäre“, so Berlien weiter. Osram-Aktionäre haben noch bis zum 5. September 2019 Zeit, das Angebot anzunehmen.
Weitere Nachrichten
2019.09.20 17:48 V14.4.1-1