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© pichetw dreamstime.com Design Analysen | 16 Juli 2019

Japan verschärft Export-Kontrollen

Die TrendForce-Abteilung DRAMeXchange berichtet, dass die japanische Regierung nach dem Toshiba-Stromausfall Mitte Juni angekündigt hat, dass sie die südkoreanischen Exporte von drei Schlüsselmaterialien, die bei der Herstellung von Halbleitern, Smartphones und Panels verwendet werden, kontrollieren wird.

Das könne dazu führen, dass Modulhersteller in der nachgelagerten Speicherindustrie höhere Angebote abgeben. Da die DRAM- und NAND-Flash-Bestände jedoch nach wie vor hoch sind und es sich hierbei nicht um eine vollständige Beschränkung von Materialien handelt, sei die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen, strukturellen Umkehrung von Angebot und Nachfrage gering. Die Handelsstreitigkeiten zwischen Japan und Südkorea hatten Hinweise auf eine Umkehrung der Speicherpreise in der Branche ausgelöst. Die Analysen von TrendForce zeigen, dass die Bestände der nachgelagerten Modulhersteller im Allgemeinen niedriger sind, da die DRAM-Preise bereits seit drei aufeinander folgenden Quartalen stark sinken. Die Analysten gehen davon aus, dass einige Modulhersteller ihre Angebote erhöhen oder angesichts der Materialbeschränkungen Produktionsstillstände ankündigen. Rückblickend sagt TrendForce, dass die DRAM-Lieferanten im Allgemeinen bei Beständen von über 3 Monaten liegen, was zu einem kontinuierlichen Rückgang der Vertragspreise für PC-, Server- und mobile DRAMs zu Beginn des dritten Quartals führte, ohne dass sich eine Trendwende abzeichnete. TrendForce hält die Möglichkeit einer strukturellen Umkehrung von Angebot und Nachfrage im DRAM-Markt für gering. Der NAND-Flash-Markt hingegen ist von den immer strengeren japanischen Materialexportkontrollen und dem Toshiba-Stromausfall betroffen. Da die Waferquoten bereits etwas zurückgegangen sind, wird ab Juli mit steigenden Quoten gerechnet. Angesichts der Tatsache, dass die Lieferanten in der Regel über Lagerbestände von zwei bis drei Monaten verfügen, würden die meisten Modulhersteller die Preise nicht sofort erhöhen. Was die Angebote der OEMs für verschiedene SSD- und eMMC/UFS-Produkte betrifft, geht TrendForce davon aus, dass die Preise trotz des kurzfristigen Anstiegs der NAND-Flash-Preise langfristig unter Druck geraten werden - obwohl einige Lieferanten die Lieferungen vorübergehend eingestellt haben.
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-1