Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© dr911 dreamstime.com Markt | 19 Juni 2019

Macom macht sieben Fabriken dicht

MACOM Technology Solutions Holdings, Anbieter von Halbleiterlösungen, hat einen umfangreichen Umstrukturierungsplan umgesetzt. Ziel sind jährliche Kosteneinsparungen von rund 50 Millionen US-Dollar (ca. 44,6 Millionen Euro).

Die Umstrukturierung sieht eine dauerhafte Reduzierung der MACOM-Arbeitskräfte in fast allen Bereichen vor. Das sind rund 250 Mitarbeiter oder 20 Prozent der Gesamtbelegschaft, einschließlich der Mitarbeiter in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing sowie Allgemeine Verwaltung. Alle betroffenen Mitarbeiter sind benachrichtigt worden und es werde im Zuge der Restrukturierung eine übliche Übergangshilfe geleistet. Weiter gehört dazu auch die Schließung von sieben Produktentwicklungseinrichtungen, darunter Standorte in Frankreich, Japan, den Niederlanden und in den US-Bundesstaaten Florida, Massachusetts, New Jersey und Rhode Island. Das Unternehmen kündigte auch an, dass es nicht mehr in das Design und die Entwicklung von optischen Modulen und Subsystemen für Rechenzentrumsanwendungen investieren wird. MACOM werde in Zukunft ein Händler für integrierte Halbleiterschaltungen (ICs) und photonische Bauelemente sein und die Hersteller optischer Module auf Halbleiterbauelementebene unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Entscheidung für diese Maßnahmen falle nicht leicht. Sie sei aber notwendig, um den strategischen Plan des Unternehmens zu stärken, sagte Stephen Daly, President und Chief Executive Officer. Das Unternehmen erwartet Restrukturierungskosten in Höhe von ca. 14 Millionen US-Dollar (ca. 12,5 Millionen Euro), einschließlich 7 Millionen US-Dollar (ca. 6,2 Millionen Euro) an Abfindungen für Mitarbeiter, von denen ein Großteil im dritten Geschäftsjahresquartal 2019 anfallen wird. Darüber hinaus führt die Gesellschaft eine Überprüfung der Vermögenswerte durch, insbesondere der immateriellen Vermögenswerte, die von dem Restrukturierungsplan betroffen sein können. Zum 29. März 2019 hatten die immateriellen Vermögenswerte von MACOM einen Wert von 472 Millionen US-Dollar (ca. 421,5 Millionen Euro). Zugleich hat MACOM die Aussichten für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2019 aktualisiert. Der Umsatz wird demnach voraussichtlich zwischen 107 Millionen und 109 Millionen US-Dollar (ca. 95,5 bis 97,3 Millionen Euro)liegen, verglichen mit einer vorherigen Prognose von 120 Millionen bis 124 Millionen US-Dollar (ca. 107,1 bis 110,7 Millionen Euro). Der Ausblick spiegelt die Auswirkungen der Einstellung der Lieferungen an Huawei Technologies Co. Ltd. und einige ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wider, die sich aus der Maßnahme des US-Handelsministeriums ergeben haben, Huawei in die sogenannte "Entity List" aufzunehmen. Darüber hinaus spiegelt die aktualisierte Vorhersage auch reduzierte Lieferungen an bestimmte MACOM-Vertriebskanalpartner wider. Die Non-GAAP-Bruttomarge wird nun voraussichtlich zwischen 39 und 41 Prozent liegen, was etwa 14 Millionen US-Dollar (ca. 12,5 Millionen Euro) an Lagerbeständen beinhaltet, die ansonsten für Huawei geliefert werden würden. Der bereinigte Non-GAAP-Gewinn pro Aktie wird nun voraussichtlich zwischen 0,41 und 0,45 US-Dollar (ca. 0,37 bis 0,4 Euro) liegen.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.12.03 22:29 V14.8.2-2