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© saniphoto dreamstime.com Markt | 05 Juni 2019

Strafzölle haben Einfluss auf nordamerikanischen TV-Geräte-Markt

Aus Sorge, dass sich der Handelsstreit zwischen den USA und China auch auf den Sektor der TV-Geräte-Märkte auswirken könnte, hat US-Präsident Trump angekündigt, dass er am 10. Juni aufgrund illegaler Einwanderungsprobleme einen fünfprozentigen Zollsatz auf Mexikos Importe in die USA erheben will. Der Satz solle weiter steigen und im Oktober 25 Prozent erreichen.

Mexiko sei für die USA immer ein Ort für die Montage von Unterhaltungselektronik gewesen, da es günstig gelegen ist und die Tarifvorteile der USMCA nutzen könne, sagt Eric Chiou, Research Vice President bei TrendForce. So produzierte Mexiko 2018 rund die Hälfte aller im US-geführten nordamerikanischen TV-Markt verkauften Geräte, die andere Hälfte kam aus China. Nach den Untersuchungen von TrendForce sind die sieben großen TV-Anbieter auf dem nordamerikanischen Markt Samsung, Vizio, TCL, LG, Hisense, Funai und Sony, die zusammen 85 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen. Die Auswirkungen des Handelskrieges sind je nach Produktionsstandort und Betriebsmodell unterschiedlich. Vizio ist in hohem Maße auf Partnerschaften mit chinesischen OEMs in der Produktion angewiesen und gilt daher als die Marke, die von der ersten Welle des US-amerikanischen und chinesischen Zollkriegs betroffen ist. TCL und Hisense sind zwei schnell wachsende Unternehmen auf den nordamerikanischen Märkten, die über Kapazitäten in Mexiko verfügen, die für eine Regulierung zur Verfügung stehen. Ihre starke Abhängigkeit von der chinesischen Fertigung machen ihre Kosten- und Preisvorteile anfällig für die von den USA und China erhobenen Zölle. Im Vergleich dazu konnten Samsung, LG, Sony und andere globale Marken, die über große Mengen an TV-Montagekapazitäten in Mexiko verfügen, nicht nur unbeschadet aus diesem Handelskrieg zurückkehren, sondern sogar von den negativen Einflüssen bei den Wettbewerbern profitieren, die unter erhöhten Kosten leiden. Sobald die mexikanischen Importe jedoch steuerlich abgesichert seien, wird die TV-Kapazität in Mexiko sofort zu einem echten Renner für globale TV-Marken werden, sagt TrendForce. Die von den USA gegenüber Mexiko verhängten Zölle sollen bis zum Oktober steigen. TrendForce analysiert, dass TV-Marken die Auswirkungen abschwächen können, indem sie sich vorzeitig eindecken und der Panelbranche ein wenig Dynamik verleihen, indem sie die Nachfrage nach TV-Panels vorübergehend erhöhen. Wenn jedoch hohe Kosten zur Norm werden, könnte der erschwingliche TV-Geräte-Markt, an den sich die Amerikaner gewöhnt haben, der Vergangenheit angehören. Wenn die mexikanische Regierung wirksame Maßnahmen ergreifen kann, um illegale Einwanderung zu kontrollieren und das Vertrauen der Trump-Regierung zu gewinnen, sei auch dies ein Schlüssel zur Lösung des US-mexikanischen Zollstreits.
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-2