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© Bombardier (nur zu Illustrationszwecken) Markt | 20 Mai 2019

Bombardier äußert sich zu Korruptionsvorwürfen

Bombardier Inc. steht vor einem möglichen Verbot von der Weltbank finanzierten Projekten, nachdem das Unternehmen einen sogenannten Show-Cause Letter erhalten hat. Darin geht um die Zusammenhänge und Korruptionsvorwürfe bei einem Eisenbahnausrüstungsgeschäft.

In dem Schreiben soll es sich um die jüngste Entwicklung einer laufenden Untersuchung eines Auftrags von rund 340 Millionen US-Dollar (ca. 304 Millionen Euro) handeln, der 2013 an ein von Bombardier geführtes Konsortium vergeben wurde. Konkret gehe es um Signaltechnik für einen 500 Kilometer langen Abschnitt eines Eisenbahnkorridors, der Asien und Europa über Aserbaidschan verbindet. Ein Show-Cause Letter, der von der Integrity Vice Presidency der Bank stammt, verlangt in der Regel, dass ein Unternehmen oder eine Person ihren Standpunkt darlegt, warum Disziplinarmaßnahmen nicht nach angeblichen Fehlverhalten ergriffen wurden. Bombardier sagt, dass man den Behauptungen im Schreiben nicht zustimme, zu denen auch Anschuldigungen gehören, dass das Unternehmen Überprüfungen verzögert habe. Ein Sprecher des in Montreal ansässigen Unternehmens sagt, dass die Schlussfolgerungen eher vorläufige Ergebnisse als formelle Anschuldigungen darstellen. Diese Angelegenheit sei von der Gesellschaft bereits vor mehr als zwei Jahren offengelegt worden. Daraufhin sei im Unternehmen eine interne Überprüfung eingeleitet worden. In einem der bisher größten Korruptionsfälle des Landes hat Schweden 2017 gegen den Freispruch eines russischen Mitarbeiters in der schwedischen Niederlassung von Bombardier wegen schwerer Bestechung eines Mitarbeiters der aserbaidschanischen Eisenbahnbehörde Berufung eingelegt. Der Zugbauer erwartet im nächsten Jahr eine Berufung. Von der Weltbank selbst heißt es, sie nehme die Vorwürfe von Betrug und Korruption in ihren Projekten sehr ernst. Allerdings weigere sie sich, sich zur laufenden Untersuchung zu äußern. Kanadas Premierminister Justin Trudeau äußerte sich nach den Anschuldigungen zuversichtlich zur Aufklärung. Er vertraue auf die unabhängigen Prozesse und auch auf die Weltbank, die ihre Aufgabe verantwortungsbewusst wahrnehme. Der Großteil des aserbaidschanischen Projekts wurde von der Weltbank finanziert, die Bombardier von Projekten, die sie unterstützt, auf die schwarze Liste setzen könnte.
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2019.08.21 15:49 V14.1.4-2