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© Leoni Komponenten | 17 Mai 2019

Leoni durch Einmaleffekte belastet

Im 1. Quartal 2019 hat die Leoni AG, Nürnberg, Sondereffekte verbuchen müssen, die das Konzern-Ergebnis einmalig mit insgesamt 102 Mio. Euro belasteten.

Leoni habe vor dem Hintergrund der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des schwächeren Marktumfelds der Automobilbranche und der im Rahmen des Programms VALUE 21 konkretisierten Neuausrichtung auf strategische Kundenbeziehungen das WSD-Auftrags-Portfolio und die Marktperspektiven neu eingeschätzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die neuen Erkenntnisse führten im ersten Quartal 2019 zu einer nicht liquiditätswirksamen Abwertung von Vermögenswerten in Höhe von 67 Mio. Euro sowie zu Rückstellungen von 35 Mio. Euro im Wesentlichen für künftig erwartete Verluste aus bestehenden Aufträgen, die über einen mehrjährigen Zeitraum liquiditätswirksam werden können. Des Weiteren ergaben sich auch zum Jahresauftakt 2019 insbesondere erhöhte Personal- und Frachtkosten zur Sicherstellung des Projektanlaufs im neuen Produktionsstandort in Merida, Mexiko. Der Ergebniseffekt daraus betrug im ersten Quartal -37 Mio. Euro. Leoni erwartet noch einen negativen Ergebniseffekt von rund 20 Mio. Euro, der weitestgehend im 2. Quartal anfällt. Bereinigt um die einmaligen Sondereffekte und die Belastungen aus Merida hat sich im ersten Quartal das Leoni-EBIT konzernweit im Vergleich zum 4. Quartal 2018 – aus operativer Sicht – auf 14 Mio. Euro stabilisiert. Das berichtete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des ersten Quartals belief sich auf -125 Mio. Euro (Q1/2018: 63 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug -76 Mio. Euro (Q1/2018: 101 Mio. Euro), der Umsatz 1,262 Mrd. Euro (Q1/2018: 1,327 Mrd. Euro). Das Konzernergebnis belief sich auf -132 Mio. Euro nach 44 Mio. Euro im Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich von Januar bis März 2019 auf 78 Mio. Euro (Q1/2018: 57 Mio. Euro). Mehrheitlich entfielen sie auf den Bordnetz-Bereich, um in Osteuropa, Nordafrika und Mittelamerika Kapazitäten für bereits in den vergangenen Jahren akquirierte Projekte zu schaffen. Der Free Cashflow lag zum Abschluss des 1. Quartals 2019 bei -313 Mio. Euro (Q1/2018: -111 Mio. Euro); er wurde neben den Investitionen maßgeblich vom negativen Ergebnis der Berichtsperiode und Umkehreffekten des Net Working Capital beeinflusst. Leoni erwartet, bei Ergebnis und Cash-Verbrauch die Talsohle erreicht zu haben und sich im weiteren Jahresverlauf im Vergleich zum ersten Quartal bei Ergebnis und insbesondere Free Cashflow spürbar zu verbessern. Zudem ist es beabsichtigt, im kommenden Geschäftsjahr vor VALUE 21 einen neutralen Free Cashflow im Konzern sowie einen positiven Beitrag zum Konzern-Ergebnis aus der Bordnetzsparte zu erzielen. Zum 31. März 2019 wies das Unternehmen eine verfügbare Liquidität in Höhe von 740 Mio. Euro (31.12.2018: 1 Mrd. Euro) aus. Rund 620 Mio. Euro entfielen auf freie Kreditlinien, davon über dreiviertel fest zugesagt, und 120 Mio. Euro auf Barmittel. Vor allem in Hinblick auf den Refinanzierungsbedarf von Leoni, prüft das Unternehmen alle Optionen, um seine langfristige Finanzierungsbasis zu sichern. Aufgrund des Quartalsverlustes und einer rechnungslegungsbedingten Bilanzverlängerung um ca. 153 Mio. Euro errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 25,2 Prozent nach 31,2 Prozent per Ende 2018. Das EBIT des Bordnetz-Bereichs ging insgesamt auf -139 Mio. Euro zurück (Q1/2018: 42 Mio. Euro). Ohne die Einmaleffekte und Sonderbelastung aus Merida, verbleibt für den Bordnetz-Bereich ein ausgeglichenes Ergebnis. Der Segment-Umsatz nahm um 6 Prozent auf 793 Mio. Euro (Q1/2018: 842 Mio. Euro) ab. Ursächlich ist die schwächere Nachfrage der Automobilindustrie in China und Europa. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) verringerte sich der Umsatz im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 469 Mio. Euro (Q1/2018: 486 Mio. Euro). Bemerkbar machte sich vor allem das aufgrund der nachlassenden Konjunktur schwächere Geschäft mit Automobilkabeln in China sowie der geringere Kupferpreis. Das Segment-EBIT verringerte sich aufgrund des Umsatzrückgangs, des ungünstigen Produktmixes und Kosten im Zusammenhang mit dem Ausbau des Digitalisierungs-Portfolios auf 14 Mio. Euro (Q1/2018: 22 Mio. Euro).
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2019.09.20 17:48 V14.4.1-1