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© NASA Markt | 16 Mai 2019

Fehlerhafte Aluminiumlieferungen waren Schuld an NASA-Misserfolgen

Nach einer langen Untersuchung hat die NASA jetzt den Grund dafür bekannt gegeben, warum zwei ihrer Wissenschaftsmissionen nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden konnten. Ein Unternehmen hatte demnach fehlerhaftes Aluminium für Raketenteile geliefert.

Zuvor soll der Lieferant Testergebnisse betrügerisch geändert und Zertifizierungen gefälscht haben. Bei dem Unternehmen handele es sich um Sapa Profiles, Inc., ein in Oregon ansässiger Hersteller von Aluminiumprofilen. Das Unternehmen soll 19 Jahre lang betrogen haben. Die Nasa sei dabei nur ein Kunde gewesen, insgesamt soll es sich um Hunderte von Kunden handeln. Technische Untersuchungen der NASA hätten ergeben, das Sapa Profiles Testresultate verändert hat, um Konsistenz und Zuverlässigkeit des Aluminiums vorzutäuschen. „Es ist wichtig, dass wir unserer Branche vertrauen können, dass sie Materialien nach den von uns geforderten Standards produziert, testet und zertifiziert", sagt Jim Norman, Direktor für Launch Services am Hauptsitz der NASA. „In diesem Fall wurde unser Vertrauen schwer verletzt." Das Unternehmen wurde vom US-Justizministerium angewiesen, 46 Millionen Dollar an die NASA, das Verteidigungsministerium und andere betrogene Unternehmen zu zahlen. Im Falle der NASA traten die beiden Fehlschläge mit der Taurus XL-Rakete auf und zwar 2009 und 2011 mit der Orbiting Carbon Observatory (OCO) und den Glory-Missionen der NASA. In beiden Fällen trat der Fehler in der Nutzlastverkleidung auf. Eine Konstruktion, die die Nutzlast vor den Temperaturen und dem Druck des Starts schützen soll, sich dann aber trennt und abfällt, sobald sich die Nutzlast im Orbit befindet. Bei beiden Starts konnte sich die Verkleidung nicht abtrennen. Das Ergebnis war, dass die Satelliten die Umlaufbahn nicht erreichten, in die Atmosphäre zurückfielen und beim Wiedereintritt zerstört wurden.
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2019.09.13 14:28 V14.3.11-2