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© Osram Markt | 09 Mai 2019

Osram muss Umsatzrückgänge verkraften

Osram hat die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Dabei sei der Umsatz auf vergleichbarer Basis im Zeitraum von Januar bis Ende März um 13,5 Prozent auf 862 Millionen Euro zurückgegangen.

Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte demnach 8,1 Prozent. Osram hatte bereits Ende März die vorläufigen Eckdaten bekannt gegeben und dabei einen Umsatzrückgang von rund 15 Prozent sowie eine bereinigte EBITDA-Marge im mittleren bis höheren einstelligen Bereich prognostiziert. Ausschlaggebend seien die anhaltende Marktschwäche in der Automobilindustrie, der Allgemeinbeleuchtung und bei mobilen Endgeräten. Dies habe zu hohen Lagerbeständen insbesondere in China geführt. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA lag mit 70 Millionen Euro 56 Prozent unter dem Vorjahreswert, das Nettoergebnis betrug aufgrund von Transformationskosten und einer Wertminderung im Steuerungsgeschäft minus 91 Millionen Euro. Der Vorstand sehe bis 2021 über 200 Millionen Euro an Einsparungen vor. 

„In unserer 113-jährigen Geschichte haben wir immer wieder herausfordernde Zeiten erlebt, aus denen wir aber jeweils gestärkt hervorgegangen sind. Unsere langfristige Strategie mit der Umsetzung neuer Anwendungen im LED-Bereich bleibt intakt“, so Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der OSRAM Licht AG. Der Schwerpunkt liege auf optischen Halbleitern, Automobil und digitalen Anwendungen. 

Im abgelaufenen Quartal verzeichnete der Bereich Opto Semiconductors einen Umsatzrückgang auf vergleichbarer Basis von rund 18,8 Prozent. Hier habe sich neben den konjunkturellen Effekten auch die Schwäche in der Automobilindustrie und der Allgemeinbeleuchtung niedergeschlagen. Die Umsätze des Bereichs Automotive lagen 10,6 Prozent niedriger. Im Geschäftsbereich Digital sank der Umsatz um 8,5 Prozent, begründet durch die Schwäche in der Allgemeinbeleuchtung und dem Geschäft mit Vorschaltgeräten. 

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Vorstand im fortgeführten Geschäft einen Umsatzrückgang von 11 bis 14 Prozent, eine bereinigte EBITDA-Marge von 8 bis 10 Prozent und einen negativen Free Cash Flow zwischen 50 Millionen und 150 Millionen Euro. Osram befindet sich nach wie vor in intensiven Übernahmegesprächen mit den Beteiligungsgesellschaften Bain Capital und Carlyle. Die Due-Diligence-Prüfung dauere an, so Osram. Es sei offen, ob es zu einer Übereinkunft kommt.
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2019.09.13 14:28 V14.3.11-1