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© Schweizer Electronic AG Markt | 07 Mai 2019

Continental baut auf Technologien von SCHWEIZER und Infineon für 48-V-Systeme

Schweizer Electronic und Infineon Technologies haben eine neue Technologie für Mild-Hybrid-Fahrzeuge entwickelt: das Chip-Embedding von Power-MOSFETs. Diese Technologie erhöhe die Leistungsfähigkeit von 48-V-Systemen deutlich und verringere gleichzeitig deren Komplexität, heißt es in einer Pressemitteilung.

Continental Powertrain hat sich jetzt als erster Anwender für den Einsatz dieser Technologie entschieden. „Chip-Embedding von Power-MOSFETs eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Elektrifizierung von Mild-Hybrid-Fahrzeugen“, so Dr. Rolf Merte, CEO bei Schweizer Electronic. Die Tatsache, dass sich einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für diese Technologie entschieden habe, unterstreiche das Potenzial“.

 Beim Chip-Embedding werden die Leistungs-MOSFETs nicht wie bisher auf Platinen gelötet, sondern in diese integriert. „Die damit verbundenen thermischen Vorteile ermöglichen eine deutlich höhere Leistungsdichte, außerdem sind mit eingebetteten Chips noch zuverlässigere Systeme möglich“, sagt Dr. Frank Findeis, der bei Infineon das Geschäft mit Automotive-MOSFETs verantwortet. Unter dem Strich könnten Systementwickler damit die Leistung eines 48-V-Systems erhöhen oder es kosteneffizienter auslegen.

 Continental Powertrain nutzt die Technologie in einem 48-V-Startergenerator für Fahrzeuge eines großen europäischen Autobauers. „Durch das Chip-Embedding können wir die Leistung im Vergleich zu einem konventionell aufgebauten System um 60 Prozent steigern“, sagt Dietmar Vogt, System Technical Project Leader bei Continental Powertrain.

 48-V-Startergeneratoren würden wesentlich dazu beitragen, dass Mild-Hybrid-Fahrzeuge bis zu rund 15 Prozent weniger CO2 ausstoßen als mit konventionellem Antriebsstrang. Mit ihnen könne der Motor häufiger und länger stoppen als bei einem Start-Stopp-System auf 12-V-Basis. Darüber hinaus könnten sie durch das Boosten beim Beschleunigen die Last des Verbrennungsmotors verringern, heißt es abschließend. Den Start der Massenproduktion planen die Partner für das Jahr 2021.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-1