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© jirsak dreamstime.com Markt | 16 April 2019

ASML weist Verdacht auf chinesische Industriespionage zurück

Der niederländische Anlagenbauer ASML hat in dem Fall von gestohlenen Daten durch eigene Mitarbeiter eine chinesische Industriespionage zurückgewiesen. Dies hatte die niederländische Finanzzeitung Financieele Dagblad berichtet.

Demnach hätten sich Mitarbeiter von ASML durch den Datendiebstahl selbst bereichern wollen. Dabei sei eine Software zur Optimierung von Masken zur Fertigung von Mikrochips entwendet worden. Diese sollte dann an Xtal weitergereicht werden. Xtal ist Kunde von ASML und eine Tochter von Dongfang Jingyuan. Diese soll mit dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie in Verbindung stehen. Der Diebstahl war jedoch vorzeitig aufgeflogen. „Der Verdacht, dass wir irgendwie Opfer einer nationalen Verschwörung geworden sind, ist falsch. Tatsache ist, dass wir von einer Handvoll unserer eigenen Mitarbeiter im Silicon Valley ausgeraubt wurden", so ASML-Präsident und Chief Executive Officer Peter Wennink. Man habe bereits 2016 Klage erhoben und den Prozess 2018 gewonnen. Der Schadenersatz durch den Santa Clara Superior Court habe 223 Millionen Dollar betragen. Der Vorgang werde keine Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von ASML in China haben. Einige der Personen seien zufällig chinesische Staatsangehörige gewesen, aber auch Personen aus anderen Nationen seien beteiligt. Für die Zukunft sei man durch die jüngsten konstruktiven Gespräche und Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und China ermutigt, dass China seine Bemühungen um die Achtung und den Schutz des geistigen Eigentums von ausländischen Unternehmen intensivieren wird, so Wennink abschließend.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2