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© ZF Design Analysen | 05 April 2019

Automobilzulieferer ZF kann Umsatz nochmals steigern

Die ZF Friedrichshafen AG hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2018 erneut steigern können. Der Konzernumsatz stieg, bereinigt um Wechselkurseinflüsse und M&A-Aktivitäten, um rund sechs Prozent auf 36,9 (Vorjahr: 36,4) Milliarden Euro.

Das bereinigte EBIT betrug 2,1 (Vorjahr: 2,3) Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 5,6 (Vorjahr: 6,4) Prozent. Ende Dezember beschäftigte ZF weltweit fast 149.000 (Vorjahr: 146.148) Mitarbeiter. Mit seiner Strategie „Next Generation Mobility“ verfolgt ZF das Ziel, den Menschen eine sichere, saubere und bezahlbare Mobilität zu ermöglichen. „Wir gestalten den schnell fortschreitenden Wandel der Mobilitätsindustrie, um unseren Kunden überzeugende Systemlösungen für die Mobilität der nächsten Generation zu bieten“, so der Vorsitzende des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, Wolf-Henning Scheider, bei der Bilanzvorlage in Friedrichshafen. Um weiterhin technologisch führend zu sein, habe ZF seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr weiter um rund elf Prozent gesteigert. Bereinigt um Änderungen in der Rechnungslegung, hat ZF insgesamt 2,5 (Vorjahr: 2,2) Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das entspreche einer Forschungs- und Entwicklungskostenquote von 6,7 Prozent. Besonders im boomenden Bereich der Mobilitäts- und Fahrdienstleistungen („Mobility/Transport as a Service“) schafft ZF neue Mobilitätsangebote wie den e.GO People Mover. Dieser elektrisch angetriebene, künftig auch autonom fahrende Kleinbus wird im Herbst in ersten Testflotten in Aachen und Friedrichshafen unterwegs sein. ZF arbeitet nicht nur an neuen Mobilitätslösungen, sondern entwickelt auch erfolgreiche, etablierte Produkte wie das 8-Gang-Automatgetriebe für Pkw weiter – vor allem durch die umfassende Elektrifizierung. ZF hat ganz aktuell mit der BMW AG einen Liefervertrag für das weiterentwickelte 8-Gang-Automatgetriebe geschlossen. Dies umfasst auch Hybridgetriebevarianten. Der Vertrag stellt den größten Auftrag für die Lieferung von Automatgetrieben in der Geschichte von ZF dar. Ein weiterer bedeutender Schritt von ZF ist die geplante Akquisition von Wabco (Evertiq berichtete). „Die geplante Übernahme ist Bestandteil unserer ZF-Strategie und erweitert die Kompetenz des Unternehmens erstmals auf das Bremsen von Nutzfahrzeugen“, sagt Scheider. Damit könne man den Kunden umfangreiche Systemlösungen für den sicheren und automatisierten Transport von Personen und Gütern bieten“. Mit 36,9 (Vorjahr: 36,4) Milliarden Euro hat ZF den zu Beginn des vergangenen Jahres prognostizierten Umsatz von rund 36,5 Milliarden Euro übertroffen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber 2017 nominell um 1,3 Prozent. Bereinigt um Wechselkurseinflüsse und M&A-Aktivitäten stiegen die Umsatzerlöse organisch um rund sechs Prozent und damit stärker als der Markt. Besonders die Divisionen Nutzfahrzeugtechnik (plus 12 Prozent) und Industrietechnik (plus 13 Prozent) verzeichneten überdurchschnittliche organische Umsatzzuwächse. Das bereinigte EBIT von 2,1 (Vorjahr: 2,3) Milliarden Euro ist im Wesentlichen geprägt durch die Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, gestiegene Materialpreise, negative Wechselkurseffekte sowie ein sich eintrübendes Marktumfeld. Die bereinigte EBIT-Marge liegt bei 5,6 Prozent, der um Unternehmenskäufe und -verkäufe bereinigte Free Cashflow bei 0,9 Milliarden Euro. „Mit einer Eigenkapitalquote von 28 Prozent steht ZF auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament“, so ZF-Finanzvorstand Dr. Konstantin Sauer. Ende 2017 hatte die Eigenkapitalquote noch 24 Prozent betragen. In den Bereichen von Elektromobilität und autonomem Fahren entstanden zahlreiche neue Stellen. Weltweit sind mehr als 17.000 Mitarbeiter in Forschungs- und Entwicklungsprojekten tätig. ZF erwartet für 2019 einen Konzernumsatz in der Größenordnung zwischen 37 und 38 Milliarden Euro. ZF strebt eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 5,0 und 5,5 Prozent sowie einen um Unternehmenskäufe und -verkäufe bereinigten Free Cashflow von rund einer Milliarde Euro an.
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2019.06.17 21:26 V13.3.21-1