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© ZF Friedrichshafen Markt | 01 April 2019

ZF Friedrichshafen will US-Autozulieferer WABCO erwerben

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG hat eine Vereinbarung zur Übernahme von WABCO zu 136,50 US-Dollar (ca. 121,47 Euro) je Aktie unterzeichnet. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat von ZF und das Board of Directors von WABCO haben der geplanten Akquisition bereits zugestimmt.

Das kombinierte Unternehmen hat einen Umsatz von rund 40 Milliarden Euro. „Wir sind davon überzeugt, dass ZF gemeinsam mit WABCO den weltweit führenden Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik bilden kann“, so Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands von ZF. Mit der Übernahme eines führenden Spezialisten für Nutzfahrzeugbremsen gewinne man ein stabiles und wachsendes Geschäftsfeld hinzu und ermögliche zudem im bestehenden Nutzfahrzeugbereich den Ausbau der Kompetenzen in der komplexen Fahrdynamikregelung dieser Fahrzeuge. „Durch den Zusammenschluss mit ZF entsteht ein globales Technologieunternehmen, das gut positioniert ist, um die zukünftige Nachfrage nach autonomen, effizienten und vernetzten Nutzfahrzeugen zu bedienen“, ergänzt Jacques Esculier, Chairman und CEO von WABCO. Der Zusammenschluss beider Unternehmen wird erwartungsgemäß die Entwicklung von Zukunftstechnologien zur Ermöglichung autonomer Funktionen von Nutzfahrzeugen weiter beschleunigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Während ZF bereits Systeme der Sensorik und Computertechnik anbietet, die Fahrzeugen das „Sehen“ und „Denken“ ermöglichen, könne zukünftig gemeinsam mit WABCO das Portfolio der Nutzfahrzeugtechnologie um das „Handeln“ komplettiert werden. Die Transaktion unterliegt noch einer Reihe üblicher Vollzugsbedingungen, darunter die Zustimmung der bestehenden Aktionäre mit mehr als 50 Prozent der ausstehenden Aktien von WABCO sowie die Genehmigung durch die zuständigen Behörden. ZF erwartet, dass die Transaktion Anfang 2020 abgeschlossen werden kann.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2