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© Ruag Markt | 21 März 2019

Schweizer Bundesrat entscheidet über Zukunft von RUAG

Der Schweizer Bundesrat hat das Vorgehen bei der Entflechtung des für die Armee tätigen Bereichs von RUAG genehmigt. Gleichzeitig hat er entschieden, dass RUAG International zu einem Aerospace-Technologiekonzern weiterentwickelt und mittelfristig vollständig privatisiert werden soll.

Mit diesem Vorgehen kann nach Auffassung des Bundesrates den Bedürfnissen der Armee, den Eignerinteressen des Bundes sowie dem Arbeits- und Technologiestandort Schweiz optimal Rechnung getragen werden. RUAG hat sich in den vergangenen 20 Jahren von einem Rüstungsbetrieb zu einem internationalen Technologiekonzern entwickelt. Die gesetzlich vorgeschriebene Sicherstellung der Ausrüstung der Armee mache heute nur noch einen Teil der Tätigkeiten aus. Der Bundesrat hatte deswegen im vergangenen Jahr beschlossen, die für die Armee tätigen Unternehmensteile von den übrigen Geschäftsbereichen zu entflechten. Ab 1. Januar 2020 wird die RUAG Holding AG eine neue Beteiligungsgesellschaft mit zwei Subholdings: MRO Schweiz, die für die Armee tätig sein wird (ca. 2.500 Mitarbeiter, Produktionsstandorte in der Schweiz) und RUAG International für die übrigen Geschäftsbereiche (ca. 6.500 Mitarbeiter, davon zwei Drittel im Ausland). Diese beiden Subholdings sollen separat geführt werden, rechtlich und finanziell voneinander unabhängig sein und mit getrennten Informatiksystemen arbeiten. MRO Schweiz wird alle sicherheitsrelevanten Leistungen für das VBS (Eidgenössisches Department für Verteidigung) erbringen, welche bisher RUAG erbracht hat. Dabei handelt es sich in erster Linie um Wartung, Reparatur und Überholung sowie um die Instandhaltung einsatzrelevanter Systeme wie die Kampfjets. Für die übrigen, international ausgerichteten Geschäftsbereiche hat der Schweizer Bundesrat die von RUAG ausgearbeiteten Optionen zur Weiterentwicklung geprüft und unterstützt die vom Verwaltungsrat vorgeschlagene Bildung einer Aerospace-Gruppe.
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-1