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© vinnstock dreamstime.com Design Analysen | 21 März 2019

NAND Flash: Preisrückgang um 20%

DRAMeXchange weist darauf hin, dass die Vertragspreise im 1Q/19 in allen NAND Flash-Produktkategorien von einer schwachen Servernachfrage, einem verlängerten Austauschzyklus für Smartphones und weniger als erwarteten Verkäufen für Apples neue Iphones beeinflusst worden sind. Konkret gehe es um einen Rückgang von 20 Prozent.

DRAMeXchange-Analyst Ben Yeh erklärt, dass nach dem Nachfrageeinbruch für Smartphones, Laptops und Server künftig wieder Verbesserungen in Sicht seien. Auf der anderen Seite kämpften die NAND Flash-Lieferanten darum, Investitionen zu drosseln, die Produktionsquote zu senken und sogar die Fertigung selbst direkt zu reduzieren. Dies werde zwar zwar keine sofortige Umkehrung der Überkapazitäten bewirken, sich aber positiv auf das Marktumfeld auswirken. Zusammenfassend lasse sich sagen, dass die Vertragspreise für eMMC/UFS, SSD, Wafer und andere Produkte im zweiten Quartal weiter sinken werden, allerdings in geringerem Maße als im ersten Quartal mit 10 bis 15 Prozent. Was die Absatzmärkte im zweiten Quartal betrifft, sind die 256 Gb TLC-Wafer seit November 2017 stark gesunken und erreichten einen starken Preisrückgang von über 70 Prozent, wobei der Preis pro GB unter 0,08 US-Dollar fiel - der größte Rückgang unter allen Produktkategorien. Da die Preise sich allmählich der Gewinnlinie näherten, könnten Endprodukte wie Speicherkarten und USBs eine Aufwärtskorrektur erfahren, so Ben Yeh. Der Rückgang der Vertragspreise werde allmählich an Intensität verlieren. Ben Yeh weist darauf hin, dass sich die Anbieter auf hochleistungsfähige UFS- und SSD-Produkte stützen werden - in der Hoffnung, nicht nur die Nachfrage anzukurbeln, sondern auch durch Preissenkungen um Marktanteile zu konkurrieren. Mobilfunkanbieter wie Western Digital und Samsung würden hochleistungsfähige UFS 3.0-Produkte anbieten, um Kunden zu gewinnen. Die Lieferanten würden auch die uMCP-Produktlinien vervollständigen, indem sie Mid- und High-End-Geräte auf 256 GB und 32 GB-Geräte auf 64 GB ausrichten. Bei Kunden-SSDs würden die Anbieter den Preisverfall von 512 GB/1 TB Produktpreisen erhöhen, um das Wachstum von content-per-box zu steigern. Zusammen mit dem allmählich steigenden Anteil an preiswerten PCIe-SSDs (Gen 3.0×2) werde es zu einem größeren Rückgang des ASP kommen und die Geschwindigkeit, mit der SSDs in Laptops eingeführt werden, beschleunigt werden. Wie bei Enterprise SSDs ist die Nachfrage nach Server/Rechenzentren die einzige große Nachfrage, die 2019 weiter steigen wird. Mit einem höheren Bruttogewinn als andere Produkte sind Enterprise SSDs zu den wichtigsten Bereichen geworden.
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-1