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© Autoliv Markt | 06 MĂ€rz 2019

368 Mio. EUR Strafe gegen Anbieter von Kfz-Sicherheitsausrüstung

Die EuropĂ€ische Kommission hat fĂŒr ein Verstoß gegen die EU-Kartellvorschriften Geldbußen in Höhe von insgesamt 368 277 000 EUR gegen Autoliv und TRW verhĂ€ngt. Takata wurde die Geldbuße erlassen, weil das Unternehmen als Kronzeuge die Kommission von dem Kartellen in Kenntnis gesetzt hatte.
Die Unternehmen beteiligten sich an zwei Kartellen. Betroffene ProduktmĂ€rkte waren die MĂ€rkte fĂŒr Sicherheitsgurte, Luftkissen (Airbags) und SteuerrĂ€der zur Belieferung europĂ€ischer Automobilhersteller. Alle drei Anbieter rĂ€umten ihre Kartellbeteiligung ein und stimmten dem Vergleich zu. Die fĂŒr Wettbewerbspolitik zustĂ€ndige EU-Kommissarin Margrethe Vestager erklĂ€rte dazu: „Dies ist das zweite Mal, dass wir die Lieferanten von Kfz-SicherheitsausrĂŒstungen fĂŒr die Teilnahme an einem Kartell bestrafen. Einzelteile wie Sicherheitsgurte und Airbags sind entscheidend fĂŒr die Sicherheit von Millionen Menschen, die ihr Auto benutzen, um tĂ€glich zur Arbeit oder die Kinder zur Schule zu fahren. Die drei Anbieter trafen Absprachen, um ihre Gewinne aus dem Verkauf dieser lebensrettenden Einzelteile zu steigern. Diese Kartelle schadeten letztlich den europĂ€ischen Verbrauchern und wirkten sich negativ auf die WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Automobilindustrie aus, in der rund 13 Millionen Menschen in der EU beschĂ€ftigt sind.“ Die drei Hersteller, die Gegenstand dieses Beschlusses waren, tauschten vertrauliche GeschĂ€ftsinformationen aus und koordinierten ihr Marktverhalten fĂŒr die Lieferung von Sicherheitsgurten, Airbags und LenkrĂ€dern an die Konzernunternehmen von Volkswagen und BMW. Die Bildung und DurchfĂŒhrung des Kartells wurde von den Zulieferern durch ZusammenkĂŒnfte hauptsĂ€chlich in ihren GeschĂ€ftsrĂ€umen, aber auch in Restaurants und Hotels sowie durch Telefonate und E-Mail-Austausch bewerkstelligt. Das Kartell dĂŒrfte sich erheblich auf die europĂ€ischen Verbraucher ausgewirkt haben, da rund 30 % aller in Europa verkauften Autos aus Werken von Volkswagen oder BMW stammen, so die Kommission in einer Stellungnahme. Gegen die einzelnen Unternehmen wurden folgende Geldbußen verhĂ€ngt:
Anbieter (Konzern)ErmĂ€ĂŸigung nach der KronzeugenregelungErmĂ€ĂŸigung nach der VergleichsmitteilungGeldbuße (EUR)
1Takata110%10%0
TRW50%10%158'824'000
Autoliv30%10%121'211'000
2Takata100%10%0
TRW50%10%30'067'000
Autoliv30%10%58'175'000
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2019.03.20 22:26 V12.5.11-2