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© Leoni AG (nur zu Illustrationszwecken) Komponenten | 11 Februar 2019

Leoni 'enttäuscht' mit Ergebnisentwicklung im vierten Quartal 2018

Leoni hat im vierten Quartal 2018 einen vorläufigen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro und ein vorläufiges Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von ‑19 Mio. Euro erzielt.

Im Geschäftsjahr 2018 hat das Unternehmen einen vorläufigen Umsatz von 5,1 Mrd. Euro (2017: 4,9 Mrd. Euro), ein vorläufiges EBIT von 144 Mio. Euro (2017: 227 Mio. Euro inkl. positiver Sondereffekte von rund 30 Mio. Euro) und einen vorläufigen Free Cashflow von ‑147 Mio. Euro (2017: 11 Mio. Euro) erwirtschaftet. Die Investitionsquote (ohne Investitionen in die Fabrik der Zukunft) lag bei 6 Prozent (2017: 5 Prozent). „Unser Ergebnis 2018 ist sehr enttäuschend und inakzeptabel. Die Probleme sind deutlich gravierender als bisher sichtbar und die überraschend schlechte Entwicklung im vierten Quartal insbesondere im Geschäftsbereich Wiring Systems verdeutlicht die Notwendigkeit eines tiefgreifenden Performance-Programms“, sagt Aldo Kamper, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG. Bisher war das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018 von einem Umsatz von rund 5,0 Mrd. Euro, einem EBIT von etwa 196 Mio. Euro, einem negativen Free Cashflow von bis zu 150 Mio. Euro und einer Investitionsquote (ohne Investitionen in die Fabrik der Zukunft) von 5 Prozent ausgegangen. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 weist das Unternehmen eine stabile Eigenkapitalquote von 31 Prozent (2017: 33 Prozent) auf. Die Verschuldungsquote (Net Debt zu EBITDA) liegt bei 2,0 (2017: 1,1). Entwicklung der Geschäftsbereiche Den nun vorliegenden vorläufigen Geschäftszahlen zufolge erzielte der Geschäftsbereich Wiring Systems (WSD) im vierten Quartal 2018 einen Umsatz von 772 Mio. Euro (Q4 2017: 806 Mio. Euro) und ein EBIT von ‑26 Mio. Euro (Q4 2017: 27 Mio. Euro). Insgesamt erzielte der Bereich im Jahr 2018 einen Umsatz von 3,2 Mrd. Euro (2017: 3,1 Mrd. Euro) und ein EBIT von 80 Mio. Euro (2017: 118 Mio. Euro). Die Ergebnisse waren insbesondere im vierten Quartal unerwartet belastet von höher als geplanten Anlaufkosten, insbesondere in unserem neuen mexikanischen Werk, einer Verschlechterung der Performance einzelner Werke und nicht erreichter Einsparziele. Der Geschäftsbereich Wire & Cable Solutions (WCS) erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 470 Mio. Euro (Q4 2017: 469 Mio. Euro) und ein EBIT von 9 Mio. Euro (Q4 2017: 14 Mio. Euro). Für das Jahr 2018 verzeichnete der Bereich einen Umsatz von 1,9 Mrd. Euro (2017: 1,9 Mrd. Euro) und ein EBIT von 66 Mio. Euro (2017: 105 Mio. Euro inkl. eines Sondereffekts von 24 Mio. Euro). Die Ergebnisverschlechterung basierte unter anderem auf einem ungünstigen Produktmix und Belastungen durch Stichtagsbewertungen von Kupfer-Beständen. Ausblick Aufgrund der Entwicklungen im Geschäftsjahr 2018 und des aktuellen Marktumfelds geht der Vorstand für 2019 von einem Umsatz von rund 5,2 Mrd. Euro aus. Basierend auf anhaltend höheren Belastungen im Wesentlichen aus dem Projektanlauf in Mexiko, wird vor Effekten aus dem Performance- und Strategie-Programm Value21 ein EBIT zwischen 100 Mio. Euro und 130 Mio. Euro und ein Free Cashflow (inkl. positive IFRS 16 Effekte) auf dem Niveau von 2018 erwartet. Ausgehend von diesen Erwartungen für 2019 wird das Unternehmen seine bisherigen Mittelfrist-Ziele für 2020 nicht erreichen. „Leoni hat ein enormes Potenzial, aber wir müssen jetzt handeln, um unsere Zukunft zu sichern,“ sagt Kamper. „In den nächsten Monaten werden wir uns darauf konzentrieren, das Unternehmen zu stabilisieren. Hier steht Mexiko klar im Fokus – als erste Maßnahme haben wir ein dediziertes Expertenteam vor Ort eingesetzt. Als weitere Konsequenz werden Karl Gadesmann und ich uns gemeinsam in die operative Führung der WSD einbringen. Zudem verordnen wir dem Unternehmen kurzfristig eine noch striktere Kosten-Disziplin. Wir erarbeiten derzeit weitere Performance-Maßnahmen und werden hierzu am 19. März Details erläutern“, ergänzt Kamper.
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-1