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© Siemens Markt | 06 Februar 2019

EU untersagt Zusammenschluss von Siemens und Alstom

Die EuropĂ€ische Kommission hat die angestrebte Übernahme der Bahnsparte der französischen Alstom-Gruppe durch den deutschen Siemens-Konzerns untersagt.
Die Unternehmen seien nicht bereit gewesen, die erheblichen wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission auszurĂ€umen, heißt es in der BegrĂŒndung von Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager in BrĂŒssel. Die Regierungen in Berlin und Paris hatten den geplanten Zusammenschluss insbesondere mit Blick auf die wachsende Konkurrenz aus China unterstĂŒtzt. Der Zusammenschluss hĂ€tte den Wettbewerb auf den MĂ€rkten fĂŒr Eisenbahn-Signalanlagen und HöchstgeschwindigkeitszĂŒge beeintrĂ€chtigt. Die von den beteiligten Unternehmen angebotenen Abhilfemaßnahmen reichten nicht aus, um die Bedenken der Kommission auszurĂ€umen, so Vestager weiter. „Millionen von FahrgĂ€sten in ganz Europa sind Tag fĂŒr Tag auf einen modernen und sicheren Schienenverkehr angewiesen. Siemens und Alstom sind beide „Champions“ im Schienenverkehrssektor. Ohne ausreichende Abhilfemaßnahmen hĂ€tte der Zusammenschluss zu höheren Preisen fĂŒr Signalanlagen, die die Sicherheit der FahrgĂ€ste gewĂ€hrleisten, und fĂŒr die nĂ€chsten Generationen von HöchstgeschwindigkeitszĂŒgen gefĂŒhrt“, heißt es wörtlich. WĂ€hrend der eingehenden Untersuchung hĂ€tten die Kommission mehrere Beschwerden von Kunden, Wettbewerbern, IndustrieverbĂ€nden und Gewerkschaften erreicht. Ferner erhielt sie von mehreren nationalen Wettbewerbsbehörden im EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum (EWR) negative Stellungnahmen. In der Kritik heißt es, dass der geplante Zusammenschluss den Wettbewerb und die InnovationstĂ€tigkeit in den Bereichen Signalanlagen und HöchstgeschwindigkeitszĂŒge erheblich einschrĂ€nken wĂŒrde und zum Ausschluss kleinerer Wettbewerber fĂŒhren wĂŒrde. Dies wiederum hĂ€tte höhere Preise und eine geringere Auswahl fĂŒr die Kunden zu Folge.
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2019.02.22 14:26 V12.2.6-1