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© yuri arcurs dreamstime.com Markt | 11 Februar 2019

Bundesministerium fördert Projekt zur Licht-Kommunikation beim autonomen Fahren

Ford-Ingenieure haben getestet, ob sich farbige Lichter oberhalb der Frontscheibe für die Kommunikation zwischen autonomen Fahrzeugen und Fußgängern eignen. Im Rahmen der Tests hatten sich Fahrer mit einem speziellen "Human Car Sitz“ getarnt, um unter realitätsnahen Bedingungen zu prüfen, inwieweit unterschiedliche Lichtsignale von anderen Verkehrsteilnehmern verstanden werden. Die Tests wurden von der der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt.

Im Ergebnis der Studie hat sich ein erkennbares Maß an Akzeptanz und Vertrauen in die Lichtsignale gezeigt. Ein Großteil der Personen, die dem umgerüsteten Ford Transit Connect begegneten, hielt den Transporter tatsächlich für ein autonomes Fahrzeug. Die Erprobung war Bestandteil der Forschung zur Entwicklung einer Schnittstelle, mit deren Hilfe autonome Fahrzeuge intuitiv mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren können. Dafür hatte Ford den "Human Car Sitz“ entwickelt. Dank dieses Sitzes bleibt der Fahrer für andere Verkehrsteilnehmer weitgehend unsichtbar, sodass der Transporter tatsächlich wie ein autonom fahrendes Fahrzeug wirkt. Eine am Fahrzeugdach montierte Lichtleiste blinkt dabei wahlweise weiß, violett oder türkisfarben, um anzuzeigen, dass der Transporter gerade vorwärts anfährt oder beispielsweise den Weg für andere freigibt. "Grundsätzlich müssen die Menschen auf autonome Fahrzeuge vertrauen. Die Entwicklung einer universell verständlichen Kommunikation ist dafür ein Schlüssel“, so Thorsten Warwel, Manager, Core Lighting, Ford of Europe. Die Tests wurden in Deutschland gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt und ergänzen bereits existierende Forschungsprojekte in den USA. Die Studie habe gezeigt, dass die Verkehrsteilnehmer in erster Linie darauf schauen, was ein Fahrzeug macht. Jetzt müsse geprüft werden, wie Lichtsignale klarer und noch intuitiver gestaltet werden können, sagt Dr. Matthias Beggiato, Fachbereich Psychologie an der Universität. Das Projekt ist mit einer Million Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Forschungs-Programms Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr gefördert worden.
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2019.11.11 16:34 V14.7.10-2