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Komponenten | 31 Juli 2007

Infineon will sich von neuem Finanzvorstand trennen

Nach nur drei Monaten im Amt soll Infineon-Finanzvorstand Rüdiger Günther schon wieder gehen. In einer Aufsichtsratssitzung sei Günther eine Trennung nahegelegt worden. Es müssten aber noch die Modalitäten der Vertragsauflösung geklärt werden.
Anscheinen will sich Günthers diesem Druck aber nicht beugen und nicht von sich aus gehen. Günther kam erst vor kurzem vom Landmaschinen-Hersteller Claas. Hinsichtlich der Gründe für die Trennung gibt es derzeit verschiedene Spekulationen. Seitens Infineon ist von einem autoritären Führungsstil Günthers zu hören. Zudem wird auf die eigenen Gesetze der Halbleiterbranche und seine bisherigen Erfahrungen verwiesen.

In Branchenkreisen wurde auch spekuliert, Günther sei bei dem Versuch, dunkle Ecken des Konzerns auszuleuchten, auf Widerstände gestoßen. Laut dem manager-magazin habe er versucht, frühere Bilanzierungspraktiken bei Infineon gründlicher aufzuarbeiten, als dies manchen im Konzern lieb war. Hierzu gehöre auch der Bau des neuen Infineon-Hauptquartiers Campeon in Neubiberg bei München. Infineon wollte diese Spekulationen nicht kommentieren.

Da man mit externen Kandidaten keine guten Erfahrungen gemacht habe, soll der Nachfolger Günthers nun wieder ein Interner werden.

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