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Design Analysen | 21 Januar 2019

Server-DRAM-Vertragspreise fallen im ersten Quartal 2019 stärker als angenommen

Die Vertragspreise f√ľr Server-DRAM werden voraussichtlich im ersten Quartal 2019 um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vor-Quartal sinken. Damit falle der R√ľckgang noch st√§rker aus, als die bisherige Prognose von 15 Prozent. Das berichtet jetzt DRAMeXchange, eine Abteilung von TrendForce.
Die Aussichten auf Nachfrage blieben aufgrund hoher Lagerbest√§nde und saisonalem Gegenwind schwach. Dar√ľber hinaus w√ľrden die Unsicherheiten durch den Handelskrieg zwischen China und den USA auch zu einer verhaltenen Nachfrage f√ľhren. Laut Mark Liu, Senior Analyst bei DRAMeXchange, liegt der Hauptgrund f√ľr den st√§rkeren Preisverfall in den Schwierigkeiten beim Lagerabbau. Die Erf√ľllungsrate der DRAM-Lieferanten hat sich von 90 Prozent im vierten Quartal 2018 auf 120 Prozent im ersten Quartal 2019 verbessert, was auf ein √úberangebot auf dem Markt hindeutet. Derzeit halten die gro√üen Betreiber von Rechenzentren in Nordamerika ein recht hohes Ma√ü an Serverspeicher-Inventar, das die Nutzung f√ľr mindestens 5 bis 6 Wochen abdecken kann, w√§hrend der aktuelle Bestand der OEMs etwa 4 Wochen abdecken kann. Basierend auf den bisherigen Produktionspl√§nen der Unternehmen haben sich ihre Lagerbest√§nde offenbar gegen√ľber dem Normalniveau verdoppelt oder sogar erh√∂ht. Was die Nachfrage betrifft, so verzeichnet der Server-DRAM-Markt nach zwei Jahren starken Nachfragewachstums nach Serversystemen nun eine Abschw√§chung des Nachfragewachstums. Die Nachfrage nach dem Upgrade auf Intels Purley-Plattform habe sich allm√§hlich abgeschw√§cht. Ein pessimistischer Konjunkturausblick und die Unsicherheiten aufgrund des Handelskrieges zwischen China und den USA k√∂nnten sich ebenfalls auf den DRAM-Markt auswirken. Da sich die allgemeine Nachfragesituation in der ersten Jahresh√§lfte zur√ľckhaltender entwickelt, rechnen Rechenzentren und andere Server-DRAM-Clients mit sinkenden Preisen. Die gro√üen DRAM-Anbieter w√ľrden voraussichtlich ihre Produktionskapazit√§ten in diesem Jahr nicht aktiv ausbauen - aus Angst vor sich verschlechternden Marktaussichten. Sie verlangsamten auch die Umstellung beispielsweise auf High-Density-Chips. Um die Best√§nde schneller zu reduzieren, haben die Lieferanten begonnen DRAM-Vertr√§ge seit dem vierten Quartal 2018 als Monatsvertr√§ge auszuhandeln, anstatt als Quartalsvertr√§ge. Die viertelj√§hrlichen Lock-in-Gesch√§fte haben sich aufgrund von Kapazit√§tserweiterungen und zunehmendem Druck durch den Vertrieb in mengenabh√§ngige Angebote gewandelt. Mit dem sich abzeichnenden Trend zu Auftragsfertigung und niedrigen Preisen w√ľrden die Vertragspreise f√ľr DRAM-Produkte weiter sinken. Insgesamt geht DRAMeXchange davon aus, dass sich die Nachfrage nach Servern ab dem zweiten Quartal 2019 mit steigenden Lieferungen an chinesische Rechenzentren und Marken-Serverhersteller weltweit erholen wird. Wenn die Bestandsprobleme richtig gel√∂st w√ľrden, k√∂nne der Preisverfall bei den Server-DRAMs im dritten und vierten Quartal 2019 19 moderater ausfallen.
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