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© wrangler dreamstime.com Design Analysen | 27 Dezember 2018

TrendForce sieht Risiko für Überangebot auf dem LED-Markt

LED-Unternehmen haben sich aufgrund der schleppenden Nachfrage im Jahr 2018 und der Auswirkungen des Handelskrieges zwischen China und den USA auf niedrigem Niveau bewegt, so LEDinside, eine Division von TrendForce. Mit Blick auf 2019 bestehe für die gesamte Branche nach wie vor das Risiko eines Überangebots, heißt es in einer aktuellen Studie zum Jahresende.

Die Nachfrage nach Nischenanwendungen wie Fine-Pitch-LED-Digitalanzeige, Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, UV-C-LED, Automobilbeleuchtung und hocheffizienten Beleuchtungs-LEDs sei jedoch positiv und könne das Marktwachstum in Zukunft vorantreiben. Nach dem jüngsten G20-Gipfel haben China und die USA angekündigt, die neuen Handelszölle für 90 Tage zu stoppen, die ursprünglich zu Jahresbeginn 2019 in Kraft treten sollten. Für die LED-Industrie ist es dabei aber noch ungewiss, ob die Zölle 25 Prozent oder 10 Prozent betragen werden. Bei all diesen Unsicherheiten neige die Lieferkette aber dazu abzuwarten und zu schauen, wie sich die Situation nach drei Monaten entwickele. Laut LEDinside wird der Umsatz mit Fine-Pitch-Display-LEDs im Jahr 2018 um 31 Prozent höher sein als im Vorjahr. Im Vergleich zu anderen Anwendungen haben Fine-Pitch-LED-Anzeigen höhere Gewinnmargen, und die Fine-Pitch-Technologie würde auch mehr neue Anwendungen ermöglichen. Darüber hinaus haben die sinkenden Preise für LED-Chips die LED-Displays kostengünstiger gemacht als andere Alternativen im gewerblichen Bereich. Daher würden viele LCD-Panelhersteller und Marken-Displayhersteller versuchen, Fine-Pitch-LED-Displays zu entwickeln, darunter Epistar, San'an Optoelectronics, HC Semitek, Everlight, NationStar, Harvatek und Kinglight. Treiber-IC-Hersteller wie Macroblock und Chipone würden ebenfalls von der Entwicklung von Fine-Pitch-LED-Displays profitieren. Mini-LED-Anwendungen können den Kunden eine zusätzliche Auswahl bieten, die über OLED-Displays hinausgeht. Am Beispiel eines 27-Zoll-Desktop-Gaming-Monitors und der Verwendung von etwa 4.000 bis 12.000 LEDs, kombiniert mit einer unabhängigen Hintergrundbeleuchtung, würde dem Nutzer eine bessere Leistung und ein besseres visuelles Erlebnis geboten. Aktuelle Mini-LED-Anwendungen würden sich zur Zeit aufgrund der hohen technischen Kosten jedoch nur in Premium-Modellen finden. Es werde aber erwartet, dass die Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungstechnologie auch auf andere Arten von Displays übertragen wird, wenn die Kosten sinken. Das Wachstum des UV-C-LED-Marktes wird hauptsächlich von drei Anwendungen getragen: statische Wasserentkeimung, Oberflächenentkeimung und Fließwasserentkeimung. Statische Wassersterilisation und Oberflächensterilisation wie beispielsweise Luftreiniger müssten so kostengünstig wie möglich angeboten werden. Daher sei es für UV-C-LEDs schwierig, kurzfristig in den Markt einzudringen. Andererseits erfordere die Sterilisation mit fließendem Wasser eine hohe Leistung von mindestens 40-50mW. LEDinside stellt in der Studie fest, dass der Sektor UV-C LED zunächst ein Nischenmarkt bleiben und noch Zeit vergehen werde, bis diese Technologie zum Durchbruch komme. Daher würden auch nur wenige Unternehmen von diesem Segment profitieren - darunter Seoul Semiconductor, LG Innotek, Qingdao Jason Electric, Epileds, High Power Lighting, Lite-On Technology, Everlight und Violumas. Mit der Preissenkung und Funktionserweiterung von LEDs ist der Umsatz des LED-Beleuchtungsmarktes für die Automobilindustrie weiter gestiegen - er liegt 2018 um 15 Prozent höher als im Jahr zuvor. Unter anderem sei die Nachfrage nach Scheinwerfern rasant gestiegen. Der Markt stelle jedoch hohe Anforderungen an die LED-Hersteller wie Osram, Nichia und Lumileds. Weltweit immer strengere Vorschriften zur Energieeinsparung und zum Umweltschutz würden auch den LED-Lichtmarkt dazu zwingen, Produkte mit höherer Lichtausbeute auf den Markt zu bringen. Neben den USA arbeite auch die EU an einem neuen Energiestandard, dem Ecodesign Working Plan 2020. Dieser schreibt vor, dass Lichtprodukte eine Lichtausbeute von über 85 lm/W aufweisen müssen. Davon würden vor allem die großen LED-Hersteller wie Nichia, CREE, Lumileds, Osram, Everlight und Seoul Semiconductor profitieren, die bereits Patente und Technologien für eine hohe Effizienz haben, schreibt LEDinside abschließend.
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2019.06.17 21:26 V13.3.21-1