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© Siemens Markt | 11 Dezember 2018

Siemens AG weiht neuen Campus in der Schweiz ein

Die Siemens AG hat ihren neuen Campus im schweizerischen Zug eingeweiht. Zum Siemens Campus gehören ein neues BĂŒrogebĂ€ude mit 1.000 ArbeitsplĂ€tzen und ein neu erstelltes ProduktionsgebĂ€ude.
Das Investitionsvolumen fĂŒr Neubauten, Renovationen und damit verbundene Maßnahmen hat 250 Millionen CHF (ca. 222 Millionen Euro) betragen. Der Campus ist internationaler Hauptsitz der Siemens Division Building Technologies (BT), die mit 29.000 Mitarbeitern im vergangenen GeschĂ€ftsjahr weltweit einen Umsatz von 6,6 Milliarden Euro erzielt hat.

„Siemens ist heute einer der grĂ¶ĂŸten Arbeitgeber in der Schweiz. Wir beschĂ€ftigen hier fast 6.000 Mitarbeiter, darunter rund 300 Auszubildende", so Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Die GebĂ€udetechnik mit Sitz in Zug werde wie kaum eine andere Industrie von der industriellen Automatisierung und Digitalisierung profitieren. Im nĂ€chsten Jahr werde die GebĂ€udetechnik als Kernelement in die neue Operating Company Smart Infrastructure (SI) eingehen. „Deren weltweites Headquarter wird dann auch hier in Zug sein“, erlĂ€utert Kaeser.

Zug ist bereits seit 1998 Standort von Siemens Building Technologies. Siemens ĂŒbernahm damals die industriellen AktivitĂ€ten der schweizerischen Elektrowatt AG. „Mit unseren Investitionen in Forschung und Entwicklung nutzen wir die Chancen der Digitalisierung, uns konsequent zur Smart Building Company weiter zu entwickeln", sagt Matthias Rebellius, CEO Siemens Building Technologies. „Wir bieten das komplette Sortiment von GebĂ€udetechnologien fĂŒr Brandmelde-, Sicherheits- und Automatisierungslösungen an, um Nachhaltigkeit, Gesamtbetriebskosten und die Benutzererfahrung in GebĂ€uden zu optimieren“. Den neuen Campus nannte Rebellius eine Referenz fĂŒr die Chancen der Digitalisierung in der GebĂ€udetechnik, fĂŒr Energieeffizienz und fĂŒr zukunftsorientiertes Arbeiten.

Die Bauzeit fĂŒr BĂŒro- und ProduktionsgebĂ€ude dauerte von Mai 2016 bis Juli 2018. Der Siemens Campus Zug ist eines der ersten Neubauprojekte, bei dem Building Information Modeling (BIM) in Planung und Realisierung zum Einsatz gekommen ist. Der Digitale Zwilling, ein 3D-Modell des GebĂ€udes, angereichert mit technischen Informationen, die fĂŒr den spĂ€teren Betrieb relevant sind, ist Grundlage fĂŒr eine effiziente, kostenoptimierte und vorausschauende Bewirtschaftung eines GebĂ€udes.

Ein integriertes GebĂ€udeautomationssystem mit Energieoptimierung, basierend auf der integrierten GebĂ€udemanagement-Plattform Desigo CC, steuert den Energieverbrauch und alle Gewerke der GebĂ€udetechnik. Energieeffiziente WĂ€rmepumpen nutzen Wasser aus dem Zugersee als WĂ€rmequelle beziehungsweise zur direkten KĂŒhlung. Fossile Brennstoffe werden von den GebĂ€uden des Campus nicht zur Energieerzeugung benötigt. Die Anlagen fĂŒr Heizung, LĂŒftung und Klima sind mit WĂ€rme- und KĂ€lterĂŒckgewinnungssystemen ausgestattet. Auch die Luftdruckanlagen in der Produktion sind mit einem EnergierĂŒckgewinnungssystem fĂŒr die Warmwasseraufbereitung ausgerĂŒstet. Die DachflĂ€chen sind begrĂŒnt, im BĂŒrogebĂ€ude werden rund 1.500 Kubikmeter Regenwasser genutzt. Im FrĂŒhjahr 2019 geht dann noch auf dem Dach des ProduktionsgebĂ€udes eine Photovoltaikanlage in Betrieb.

Das BĂŒrogebĂ€ude bietet auf sieben Stockwerken Platz fĂŒr 1.000 Mitarbeiter. Das dreigeschossige ProduktionsgebĂ€ude mit einer GrundflĂ€che von 125 mal 50 Metern hat zwei Produktionsgeschosse. Das zweite Obergeschoss des 16 Meter hohen Bauwerks beinhaltet neben120 BĂŒroarbeitsplĂ€tzen weitere FlĂ€chen fĂŒr Berufsausbildung und Labors.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1