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© Zumtobel Group Komponenten | 28 November 2018

Zumtobel: Komponentenwerk in Jennersdorf wird Produktion herunterfahren

Die Zumtobel Group hat im Zuge des laufenden Restrukturierungkurses und in Reaktion auf den verschĂ€rften globalen Wettbewerb eine stufenweise Anpassung des Produktionsvolumens sowie der BeschĂ€ftigtenzahl im Komponentenwerk (Tridonic) in Jennersdorf, Österreich, beschlossen.
Die Produktion wird voraussichtlich sukzessive bis November 2019 geschlossen. Von dieser wirtschaftlich notwendigen Reorganisation ist primĂ€r der Produktionsbereich mit rund 90 Mitarbeitern betroffen. Die Reduktion des Personalstandes im Produktionsbereich beginnt im FrĂŒhjahr 2019. Der Forschungs- & Entwicklungsstandort in Jennersdorf mit rund 30 ArbeitsplĂ€tzen bleibt als gruppenweites LED-Kompetenzzentrum erhalten, heißt es seitens des Unternehmens.

„Das Herunterfahren der Produktion und die Anpassung der BeschĂ€ftigtenzahl im Tridonic Werk in Jennersdorf ist ein schmerzlicher, aber dringend notwendiger Teil der Maßnahmen, um unser Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen“, so Thomas Erath, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Tridonic und ergĂ€nzt, „wir sind noch nicht an einer kompetitiven Kostenbasis angelangt. Konzernweit werden wir daher Maßnahmen zur StĂ€rkung unserer WettbewerbsfĂ€higkeit in allen Bereichen weiter vorantreiben. Denn nur mit einer gesunden Basis können wir möglichst viele ArbeitsplĂ€tze in der gesamten Gruppe nachhaltig absichern“.

Alexander Tessner, Leiter Personal Zumtobel Group: „Mit der frĂŒhzeitigen Bekanntgabe der geplanten Schließung von Tridonic Jennersdorf in knapp einem Jahr ist nun genĂŒgend Zeit vorhanden, um individuelle Lösungen fĂŒr unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erarbeiten. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass wir mit dieser wirtschaftlich notwendigen Reorganisation die Betroffenen vor große persönliche Herausforderungen stellen. Unser Hauptaugenmerk liegt daher nun darauf, den Personalabbau sozial ausgewogen zu gestalten und soziale HĂ€rten individuell abzumildern.“

Die im Werk in Jennersdorf produzierten LED-Module stĂŒnden bereits seit langem unter einem extrem hohen Preisdruck mit kontinuierlich sinkenden Margen und der Produktionsstandort könne somit wirtschaftlich nicht mehr aufrecht erhalten werden, heißt es zur ErklĂ€rung. Die Zumtobel Group zĂ€hlt mit Tridonic zu den wenigen Herstellern, die LED-Module noch in Westeuropa fertigen. Der Großteil der Wettbewerber produziert bereits in Asien oder Osteuropa.

Um in diesem hart umkĂ€mpften Markt konkurrenzfĂ€hig zu sein, sei es notwendig, die Fertigung von Standard-LED-Modulen an einem Produktionsstandort mit einer wettbewerbsfĂ€higen Kostenbasis und ausreichender KapazitĂ€t zu konzentrieren. Das im September diesen Jahres eröffnete Zumtobel Group Werk in NiĆĄ, Serbien, wird daher zukĂŒnftig neben LED-Treibern auch LED-Module in großer StĂŒckzahl fertigen. Technisch anspruchsvolle Produkte, wie ‚Tunable White‘-Komponenten fĂŒr die variable Farbtemperatursteuerung von warm- bis kaltweißem Licht, werden zukĂŒnftig im Komponentenwerk (Tridonic) in Dornbirn gefertigt. Dieses Werk ist auf die Herstellung von hochwertigen elektronischen GerĂ€ten fĂŒr die Steuerung von LEDs fĂŒr den IoT-Bereich spezialisiert.

Nicht betroffen von der Schließung ist der F&E-Standort in Jennersdorf mit rund 30 ArbeitsplĂ€tzen als Kompetenzzentrum der Zumtobel Group fĂŒr LED-Technologie. In den letzten Jahren konnte das Know-how im Bereich der LED-Technologie maßgeblich vertieft werden. Auch zukĂŒnftig wird diese Kompetenz weiter ausgebaut.
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