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Markt | 21 November 2018

Schweizer Batteriesystemhersteller will Entwicklungskosten für Fahrzeughersteller deutlich senken

Der Schweizer Batteriesystem-Hersteller ecovolta hat eine standardisierte Li-Ionen Traktionsbatterie entwickelt. Mit ihr sollen Elektrofahrzeuge deutlich kostengĂŒnstiger und schneller zur Serienreife gelangen, schreibt das Unternehmen aus Brunnen.
Damit könnten Hersteller auch bestehende oder kleinere Fahrzeugserien zĂŒgig auf ElektromobilitĂ€t umstellen und innerhalb weniger Wochen Prototypen realisieren, heißt es weiter. Bisher mussten Akkupacks fĂŒr jeden Fahrzeugtyp individuell entwickelt werden. Dagegen ist die evoTractionBattery von ecovolta bereits als Gesamtlösung zertifiziert und kann schnell eingesetzt werden.

„Wir schĂ€tzen, dass Fahrzeughersteller bei einer beispielhaften Batterie mit einer Betriebsspannung von 48 Volt und einer KapazitĂ€t von 10 Kilowattstunden insgesamt 250.000 bis 500.000 Euro Entwicklungs - und Zertifizierungskosten sparen können“, glaubt CTO Paul Hauser. „Unsere Kunden rechnen fĂŒr ein Akkupack sowie das passende Batteriemanagementsystem ĂŒblicherweise mit einer Entwicklungszeit von bis zu 2 Jahren“. Die evoTractionBattery könne dagegen innerhalb einiger Stunden konfiguriert werden, unabhĂ€ngig davon, ob sie in einem Golfkart oder einem Lkw eingesetzt werde, ergĂ€nzt Hauser.

Die Standardisierung senke die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde Strom und damit auch die HĂŒrden fĂŒr den Einstieg in die ElektromobilitĂ€t. Anwender der evoTractionBattery erhalten fĂŒr alle Batteriepacks eine dokumentierte Zertifizierung. Das integrierte Batteriemanagementsystem ermögliche einen Master-Slave-Betrieb und die Anbindung der Batterien an einen CAN Bus. Dadurch könnten die Akkus mit der ĂŒbergeordneten Steuerung Daten austauschen, was fĂŒr einen effizienten und sicheren Betrieb von Fahrzeugen notwendig ist, teilt ecovolta mit.

Die evoTractionBattery wird mit Spannungen von 24 Volt, 48 Volt und 400 Volt sowie KapazitÀten von 2,5 kWh bis 15 kWh angeboten. Die beliebige serielle Verschaltung bis maximal 16 Batterien und die parallele Verschaltung von bis zu 32 StrÀngen erlauben Batteriespannungen von 24 Volt bis 829 Volt und GesamtkapazitÀten von bis zu rund 7.600 kWh.
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-2