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© robyn mackenzie dreamstime.com_pie Design Analysen | 16 November 2018

Paragon stellt Konzernzwischenbericht vor und bestätigt Jahresausblick

„Wir entwickeln sehr spezifische, eigenstĂ€ndige Technologielösungen fĂŒr deutsche und auslĂ€ndische Automobilhersteller. Damit sind wir weit weniger konjunkturanfĂ€llig als andere Automobilzulieferer", sagt Klaus Dieter Frers, GrĂŒnder und Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der paragon GmbH.
Dennoch werde man am Kapitalmarkt in die Kollektivhaft der Autozuliefererbranche genommen. „Die negative Bewertung unseres AutomobilgeschĂ€fts ist nicht nachvollziehbar, schließlich sind wir durch aktuelle Themen wie WLTP, Diesel und Handelskonflikte so gut wie nicht betroffen“. Die mehrheitliche Beteiligung von paragon an Voltabox werde an der Börse inzwischen höher bewertet als der gesamte paragon-Konzern. „Unser Eigenkapital ist um rund 55 Millionen Euro höher als unsere aktuelle Marktkapitalisierung. Wir lassen uns durch diese Marktverzerrung aber nicht von unserem klaren Kurs abbringen“, so Frers weiter. Mit Voltabox besetze man außerdem attraktive NischenmĂ€rkte fĂŒr die ElektromobilitĂ€t.

Im dritten Quartal erwirtschaftete paragon einen Umsatz von 40,2 Millionen Euro (Vorjahr: 29,4 Millionen Euro) und liegt damit weiterhin im Plan fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018. Im angelaufenen Schlussquartal rechnet das Unternehmen mit den fĂŒr diesen Zeitraum ĂŒblichen verstĂ€rkten Produktabrufen der Kunden. Vor allem im Segment ElektromobilitĂ€t wĂŒrden die Auslieferungen voraussichtlich deutlich steigen.

Das dritte Quartal war bei paragon von mehreren Übernahmen geprĂ€gt. Mit der Akquisition von SemVox (heute: paragon semvox GmbH) habe paragon eine Entwicklungszeit von 10 Jahren im Bereich der KĂŒnstlichen Intelligenz gewonnen. Die Technologie von SemVox sei schon heute in diversen Fahrzeugen integriert und vergleichbaren Lösungen, auch großer amerikanischer Anbieter, um rund drei Jahre voraus, heißt es von paragon.

Einen Ă€hnlichen Anspruch verfolgt paragon mit dem Zukauf von LPG. Das Unternehmen entwickelt und produziert neben Hochtönern und Konuslautsprechern fĂŒr das Automobil-Interieur auch Außensound-Lautsprecher, die elektrisch betriebene Fahrzeuge ĂŒber beliebig konfigurierbare Signale fĂŒr andere Straßenverkehrsteilnehmer besser wahrnehmbar machen.

Der Konzernumsatz lag in den ersten drei Quartalen bei 118,8 Millionen Euro (Vorjahr: 84,7 Millionen Euro) und damit um 40,2 Prozent ĂŒber dem Vorjahr. Die Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 9,3 Millionen Euro (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro) gehe vorrangig auf die erweiterten GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten im Segment ElektromobilitĂ€t zurĂŒck.

Die aktivierten Entwicklungskosten erhöhten sich planmĂ€ĂŸig um 37,4 Prozent auf 14,5 Millionen Euro (Vorjahr: 10,6 Millionen Euro). Sie entfielen zu gleichen Teilen auf die drei operativen Segmente.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 36,3 Prozent auf 17,2 Millionen Euro (Vorjahr: 12,6 Millionen Euro), was einer EBITDA-Marge von 14,5 Prozent entspricht (Vorjahr: 14,9 Prozent). Nach planmĂ€ĂŸig erhöhten Abschreibungen und Wertminderungen von 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: 6,5 Millionen Euro) verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 25,4 Prozent auf 7,7 Millionen Euro (Vorjahr: 6,1 Millionen Euro). Die EBIT-Marge reduzierte sich plangemĂ€ĂŸ auf 6,5 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent).

Bei einem Finanzergebnis in Höhe von -3,9 Millionen Euro (Vorjahr: -2,9 Millionen Euro) und Ertragssteuern von 1,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro) erwirtschaftete paragon im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von 2,0 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro). Das entspreche einem Ergebnis je Aktie von 0,43 Euro (Vorjahr: 0,47 Euro), teilt paragon mit.

Die Bilanzsumme hat sich zum 30. September 2018 um 19,2 Millionen Euro auf 331,0 Millionen Euro erhöht (31. Dezember 2017: 311,8 Millionen Euro). Das Eigenkapital von paragon erhöhte sich nur geringfĂŒgig auf 178,2 Millionen Euro im Vergleich zum 31. Dezember 2017 mit 177,0 Millionen Euro. Der Cashflow aus betrieblicher GeschĂ€ftstĂ€tigkeit reduzierte sich im Berichtszeitraum um 32,2 Millionen Euro auf -35,4 Millionen Euro (Vorjahr: -3,2 Millionen Euro). Der Cashflow aus InvestitionstĂ€tigkeit reduzierte sich im Berichtszeitraum um 40,7 Millionen Euro auf -53,5 Millionen Euro (Vorjahr: -12,9 Millionen Euro).

Auf Basis der guten Auftragssituation geht paragon fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 davon aus, wie prognostiziert erneut deutlich schneller als der Automobilsektor zu wachsen. Angesichts der robusten Auftragsvorlage der Voltabox AG fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 rechnet die GeschĂ€ftsfĂŒhrung im Segment ElektromobilitĂ€t mit einer signifikant höheren Wachstumsrate.

Voltabox hat die Umsatzprognose fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr in Höhe von 65 bis 70 Millionen Euro bestĂ€tigt. Der GeschĂ€ftsbereich Karosserie-Kinematik soll ebenfalls ĂŒberproportional zum Wachstum beitragen; durch die eingeleiteten organisatorischen Maßnahmen verspricht sich das Unternehmen Synergien in Höhe von insgesamt 3 bis 5 Millionen Euro im Laufe der nĂ€chsten drei Jahre.

FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 bestĂ€tigt die paragon-GeschĂ€ftsfĂŒhrung die Umsatzprognose in Höhe von 180 bis 185 Millionen Euro. Es wird weiterhin mit einer EBIT-Marge von rund 8 Prozent gerechnet.
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-2