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© bahar bostanci dreamstime.com Design Analysen | 12 November 2018

Markteinbruch in China beeinträchtigt Umsatz und Ergebnis der SMA Solar Technology AG

Die SMA Solar Technology AG hat von Januar bis September 2018 Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 6,2 GW (Q1-Q3 2017: 5,9 GW) verkaufen können. Trotz der Absatzsteigerung ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent zurück auf 575,1 Millionen Euro (Q1-Q3 2017: 592,5 Mio. Euro).

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von Januar bis September 2018 ebenfalls leicht auf 50,5 Millionen Euro (EBITDA-Marge: 8,8 Prozent; Q1-Q3 2017: 55,3 Millionen Euro, 9,3 Prozent). Das EBITDA im Berichtszeitraum sowie im Vergleichszeitraum 2017 ist durch positive Sondereffekte beeinflusst. Die Bruttomarge lag bei 23,1 Prozent (Q1-Q3 2017: 21,1 Prozent). Der Umsatz- und Ergebnisrückgang sei insbesondere auf den infolge des Markteinbruchs in China erhöhten Preisdruck in allen Märkten und Regionen und der damit verbundenen Verschiebung von PV-Großprojekten in das kommende Jahr zurückzuführen, heißt es in einer Mitteilung von SMA. Das Konzernergebnis betrug demnach von Januar bis September 2018 8,5 Millionen Euro (Q1-Q3 2017: 25,0 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie lag damit bei 0,24 Euro (Q1-Q3 2017: 0,72 Euro). Mit einer Nettoliquidität von 373,2 Millionen Euro (31.12.2017: 449,7 Mio. Euro) und einer Eigenkapitalquote von 53,3 Prozent (31.12.2017: 50,3 Prozent) weise SMA weiterhin eine sehr solide Bilanzstruktur auf. Zusätzlich verfüge SMA über eine langfristige Kreditlinie bei inländischen Banken von 100 Millionen Euro. „Für 2018 rechnen wir im weltweit größten Solarmarkt China mit einem Markteinbruch um 26 Prozent. Die bereits vor der unerwarteten und deutlichen Kürzung der Photovoltaik-Ausbauziele durch die chinesische Regierung geplanten PV-Projekte wurden mittlerweile realisiert, so dass die chinesischen Modul- und Wechselrichter-Produzenten nun verstärkt auf die internationalen Märkte drängen und einen massiven Preisdruck verursachen", erklärt SMA Vorstandssprecher Dr. Jürgen Reinert. Um in den kommenden Monaten von noch niedrigeren Preisen zu profitieren, würden Projektentwickler und Investoren den Bau großer PV-Projekte immer häufiger in das kommende Jahr verschieben, so Reinert weiter. Der Auftragseingang der SMA sei vor diesem Hintergrund in den vergangenen Monaten erheblich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der SMA Vorstand hat bereits auf diese Entwicklung reagiert. „Wir werden unsere Strukturen anpassen, um flexibler auf die neuen Bedingungen reagieren zu können und die Profitabilität der SMA schnell und nachhaltig zu steigern“, erläutert Reinert. „Die Restrukturierungsmaßnahmen werden wir bis Ende des Jahres mit den Arbeitnehmervertretern abstimmen und verabschieden“. Der SMA Vorstand bestätigt die bereits am 27. September 2018 angepasste Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018. Sie sieht bei einem Umsatz von 800 bis 850 Millionen Euro (vormals: 900 Millionen bis 1,0 Milliarde Euro) ein ausgeglichenes bis leicht negatives operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) nach Sondereffekten aus Restrukturierung vor (vormals: EBITDA von 90 bis 110 Millionen Euro).
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-2