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© batman2000 dreamstime.com Design Analysen | 22 Oktober 2018

Leoni korrigiert Jahresprognose 2018

Leoni, Lösungsanbieter fĂŒr das Energie- und Datenmanagement unter anderem in der Automobilbranche, hat seine Jahresprognose 2018 an aktuelle Markt- und Unternehmensentwicklungen angepasst. Die NeueinschĂ€tzung von Umsatz und EBIT erfolge im Wesentlichen aufgrund eines volatilen Marktumfeldes, das unter anderem auf eine schwĂ€chere Entwicklung des Automobilmarktes in China, internationale Handelskonflikte und die Auswirkungen des neuen WLTP-PrĂŒfzyklus zurĂŒckzufĂŒhren sei, berichtet Leoni in einer Pressemitteilung.
Trotz eines schwierigen Marktumfelds sei das Unternehmen im Neun-Monatszeitraum 2018 mit einem organischen Umsatzanstieg von 7,7 Prozent stÀrker als der Markt gewachsen. Zudem habe der Bordnetzbereich (WSD) im dritten Quartal einen Auftragseingang von rund einer Milliarde Euro erzielt, davon circa ein Drittel im Bereich der ElektromobilitÀt.
Dennoch fĂŒhrten von Juli bis September der begonnene Produktionsauslauf eines umfangreich belieferten Fahrzeugmodells sowie reduzierte Abrufe der europĂ€ischen Automobilhersteller zum Ende des dritten Quartals zu einem abflachenden Umsatzwachstum und zu Ergebnisbelastungen. Zudem hĂ€tten sich Vorleistungen in das Produktionsnetzwerk zur Absicherung kĂŒnftigen Wachstums mit neuen Bordnetz-Projekten sowie höhere Rohstoffpreise stĂ€rker als erwartet negativ auf das Ergebnis ausgewirkt.

Auf Basis vorlĂ€ufiger Zahlen zum dritten Quartal 2018 lagen der durch einen hohen Kupferpreis gestĂŒtzte Umsatz mit 1,2 Milliarden Euro (Q3/2017: 1,2 Milliarden Euro) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 38 Millionen Euro (Q3/2017: 45 Millionen Euro) unter den Erwartungen. Der Free Cashflow belief sich im selben Zeitraum aufgrund anhaltend hoher Investitionen in neue KapazitĂ€ten und Modernisierungen sowie einer Ausweitung des Working Capitals auf -141 Millionen Euro (Q3/2017: -35 Millionen Euro). Der Anstieg gegenĂŒber dem Vorquartal basiere im Wesentlichen auf höheren VorrĂ€ten aus ProjektanlĂ€ufen sowie dem Aufbau von SicherheitsbestĂ€nden bei kritischen Materialien.

Eingeleitete Maßnahmen zur Cash-Optimierung hĂ€tten noch nicht die gewĂŒnschte Wirkung gezeigt und wĂŒrden ausgeweitet.
Zum heutigen Zeitpunkt sei davon auszugehen, dass sich aus dem volatilen Marktumfeld und anhaltenden Vorleistungen zur Umsetzung des kĂŒnftigen Wachstums weitere Belastungen bis Jahresende ergeben wĂŒrden, heißt es von Leoni. Der Vorstand geht deswegen nun davon aus, dass der Konzernumsatz nur noch leicht auf rund 5,0 Milliarden Euro statt auf mindestens 5,1 Milliarden Euro (2017: 4,9 Milliarden Euro) steigen wird. Das EBIT werde sich aus heutiger Sicht etwa auf dem Niveau des um die positiven Einmaleffekte von circa 30 Millionen Euro bereinigten Ergebnisses des Vorjahres von 196 Millionen Euro bewegen.

Das anspruchsvolle Ziel, im laufenden GeschĂ€ftsjahr einen ausgeglichenen Free Cashflow vor Dividende zu erreichen, werde Leoni nicht realisieren. Das Unternehmen erwarte nunmehr einen negativen Wert von bis zu 150 Millionen Euro vor Dividende. Die Investitionsquote wird unverĂ€ndert mit 5 Prozent vom Umsatz prognostiziert. Damit schaffe Leoni die Voraussetzung dafĂŒr, auch kĂŒnftig stĂ€rker als der Markt zu wachsen.

Eine vollstÀndige Berichterstattung zum dritten Quartal soll am 14. November 2018 erfolgen.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1