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© RUAG AG Komponenten | 15 Oktober 2018

Schweizer Technik für ESA-Weltraummission BepiColombo

Die Weltraumsonden der BepiColombo-Mission sollen am 20. Oktober vom europĂ€ischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana (SĂŒdamerika) ins All starten und den Merkur, den kleinsten Planeten des Sonnensystems, erforschen.
BepiColombo ist ein Gemeinschaftsprojekt der europÀischen und japanischen Raumfahrtagenturen ESA und Jaxa. RUAG Space ist mit Komponenten an der Mission selbst, sowie auch an der TrÀgerrakete Ariane 5 beteiligt.

Die zwei Raumsonden und ein Transportmodul werden auf einer Ariane 5-TrĂ€gerrakete starten und sind auf ihrer Reise durch die ErdatmosphĂ€re von einer Schweizer Nutzlastverkleidung geschĂŒtzt. RUAG Space liefert die Nutzlastverkleidungen fĂŒr alle Ariane 5-Raketen. Am Standort in ZĂŒrich wurde auch die Struktur fĂŒr den Mercury Planetary Orbiter (MPO), bestehend aus Aluminium Paneelen, entwickelt und hergestellt.

Dieser Orbiter wird zur Untersuchung der OberflÀche und der inneren Zusammensetzung des Planeten um den Merkur kreisen. Seine Solarpaneele werden durch einen Positioniermechanismus bewegt, der ebenfalls von RUAG Space in der Schweiz entwickelt und gebaut wurde.

Der Mechanismus wird von elektronischen Komponenten angesteuert, die RUAG Space von seinem österreichischen Standort liefert. Somit liegt die Verantwortung fĂŒr einen wesentlichen Teil der Energiegewinnung des Planetary Orbiters lĂ€nderĂŒbergreifend beim europĂ€ischen SatellitenausrĂŒster RUAG Space, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Weltraumtechnik von RUAG Space sorgt auch fĂŒr den Hitzeschutz der Merkursonde vor den extremen Temperaturen im All. Merkur ist der sonnennĂ€chste Planet, daher muss die Sonde extreme Hitze von ĂŒber 450 Grad Celsius aushalten. Die weißfĂ€rbige Thermalisolation besteht außen aus Hochtemperaturisolation aus Keramikfasern und dient gleichzeitig als Schutz gegen Mikrometeoriten. Im Bereich Thermalisolation ist die RUAG Space europaweit MarktfĂŒhrer. Nahezu jeder europĂ€ische Satellit wird ihrer Thermalisolation vor extremer Hitze und KĂ€lte im All geschĂŒtzt.

Die Mission BepiColombo ist nach dem Mathematiker Giuseppe Colombo benannt. Die Mission besteht aus einer Transportstufe und zwei separaten Orbitern. Nach mehreren Swing-by-Manövern an Erde, Venus und Merkur und nach einer Gesamtflugdauer von 7 Jahren wird die Sonde in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenken. Mit einer Vielzahl von Instrumenten ausgerĂŒstet werden die beiden Orbiter den Planeten Merkur untersuchen. Dabei wird seine OberflĂ€che genau kartografiert und ein Höhenprofil angefertigt. Ebenso werden die chemische und geologische Zusammensetzung seiner OberflĂ€che sowie sein Magnet- und Schwerefeld nĂ€her bestimmt.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1