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© Continental Markt | 28 September 2018

Continental und Knorr-Bremse gehen beim hochautomatisierten Fahren gemeinsam voran

Continental und die Knorr-Bremse AG haben eine Partnerschaft zur Entwicklung einer kompletten Systemlösung für das hochautomatisierte Fahren (HAD) bei Nutzfahrzeugen beschlossen. Damit wird es in Zukunft ein Angebot an HAD-Lösungen für Lkw-Serienproduktionen aller Größenordnungen geben, schreibt Continental in einer Pressemitteilung.
Die Zusammenarbeit umfasse alle Funktionen für Fahrerassistenz und das hochautomatisierte Fahren. Zu dem System gehören die Umfelderkennung, Fahrplanung und -entscheidung sowie die Steuerung der beteiligten Aktuatorsysteme wie Lenkung und Bremssystem im Fahrzeug und die Mensch-Maschine-Interaktion. Letztere umfasst den Informationsaustausch zwischen Mensch und Fahrzeug.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Weltmarktführer für Bremssysteme und führenden Anbieter von Subsystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge mit dem Hannoveraner Technologieunternehmen umfasst zunächst das automatisierte Kolonnenfahren (Platooning). In der weiteren Entwicklung folgt das automatisierte Fahren auf der Autobahn (sogenannter Highway Pilot). Neben Systemlösungen bieten beide Unternehmen auf Anfrage ihre jeweiligen Funktionalitäten und Komponenten bzw. Subsysteme weiterhin auch einzeln an und können damit sehr flexibel auf Kundenbedürfnisse reagieren. Knorr-Bremse bietet die Gesamtsystemlösung zukünftig Nutzfahrzeugherstellern in Europa, Nordamerika und Asien an.

Ab voraussichtlich Anfang 2019 wird der gemeinsame Platooning-Demonstrator, eine Kolonne aus drei miteinander gekoppelten Lkw unterschiedlicher Hersteller, seine Fähigkeiten ausgewählten Kunden unter Beweis stellen können.

Frank Jourdan, Vorstandsmitglied von Continental und Leiter der Division Chassis & Safety, erläutert: „Momentan verbindet die Öffentlichkeit beim automatisierten Fahren mehr die Anwendung in Pkw. Doch gerade im wettbewerbsintensiven Güterverkehr sehen wir ein großes Potenzial, diesen deutlich effizienter und vor allem sicherer zu machen. Mit Continental und Knorr-Bremse arbeiten zwei Experten zusammen, die in ihren jeweiligen Marktsegmenten ganz vorne mitspielen und sich mit ihren Portfolios bestens ergänzen“.

Mit dieser Partnerschaft würden Knorr-Bremse und Continental im Nutzfahrzeugbereich das erste Gesamtsystemangebot für hochautomatisierte Fahrfunktionen formen, ergänzt Dr. Peter Laier, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und zuständig für die Division Nutzfahrzeuge. „Die Komponenten unserer gemeinsam entwickelten und vor-validierten Systeme sind sehr gut aufeinander abgestimmt und reduzieren Aufwand und Komplexität der Integration auf Seiten der Hersteller erheblich“.

Auf der Ebene der Umfelderkennung liefert Continental die unterschiedlichen Radar- und Lidar-Sensoren, Kameras und die Konnektivitätstechnologien für die Fahrzeug-zu-Fahrzeug (V2V)- und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation (V2X). Ebenfalls von Continental kommt die Intelligenz, die aus den ermittelten Daten ein Modell des jeweiligen Umfelds erstellt. Das Modell ist eine zentrale Voraussetzung für das automatisierte Fahren, denn es ermöglicht dem Truck erst, sich in seiner Umgebung zu orientieren: Es erkennt Objekte und definiert Fahrspuren, berücksichtigt geltende Regeln und steuert über Konnektivität zusätzliche Informationen bei, die außerhalb der Sichtweite der Sensoren liegen.

Mit der Zusammenarbeit beim hochautomatisierten Fahren leisten beide Unternehmen auch einen Beitrag für deutlich effizienteres Fahren, etwa durch Platooning, das bis zu 15 Prozent Kraftstoff einsparen kann und entsprechend die Fahrzeugemissionen senkt. Zudem sorgt die Automatisierung einzelner Fahrfunktionen wie etwa der Spurwechsel, das Fahren in der Baustelle oder etwa die Notbremsung dafür, dass Nutzfahrzeuge zukünftig sicherer fahren.

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2018.10.15 23:56 V11.6.0-1