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© ZF Markt | 27 September 2018

Automobilzulieferer ZF stellt hochautomatisiert fahrendes Lieferfahrzeug vor

Die ZF AG mit Sitz in Friedrichshafen investiert in den kommenden fünf Jahren mehr als 12 Milliarden Euro in die Zukunftsfelder E-Mobilität und autonomes Fahren. ZF ist nach eigenen Angaben der weltweit zweitgrößte Automobilzulieferer.
Die Logistikbranche überhole mittlerweile den Pkw bei der Automatisierung von Fahrfunktionen. Nutzfahrzeuge, die dank serienreifer ZF-Technik intelligent vernetzt und mit autonomen Fahrfunktionen ausgestattet sind, können inzwischen komplette Logistikaufgaben eigenständig absolvieren oder assistieren dem Fahrer und Paketboten. Der ZF Innovation Van mache die Zustellung auf der „letzten Meile“ leistungsfähiger, um steigende Liefervolumen der Zukunft zu bewältigen und Innenstädte zu entlasten, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Kompetenzfelder E-Mobilität und autonomes Fahren hätten daher für den Technologiekonzern hohe strategische Bedeutung. Damit begründet ZF auch die Investition in Höhe von 12 Milliarden Euro.

„Das Konzept des ZF Innovation Van werden wir in den kommenden zwei Jahren zur Serienanwendung weiterentwickeln“, sagt Wolf-Henning Scheider, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG. Trotz der aktuellen Herausforderungen in den Märkten und erhöhter Aufwendungen für die Entwicklung neuer Technologien sieht Scheider ZF auf Kurs: „Wir werden nach heutigem Ermessen unsere Ziele für das laufende Jahr erreichen. Das gilt für unser Ergebnis, die Steigerung der Investitionen und die Reduzierung unserer Verbindlichkeiten“.

Mit dem ZF Innovation Van demonstriert der Technologiekonzern, wie intelligente Vernetzung, autonomes Fahren und ein rein elektrischer Antrieb die Paketlieferdienste dabei unterstützen, die Anforderungen der Zukunft zu meistern, insbesondere die steigenden Liefermengen und die Wünsche nach individueller Zustellung. Gleichzeitig würden Innenstädte von Emissionen und Verkehr entlastet. Man sei bereits in konkreten Verhandlungen mit mehreren Kunden, so Scheider.

Der ZF Innovation Van basiert auf dem Hochgeschwindigkeitsprozessor ZF ProAI sowie einem Sensorset bestehend aus Kamera-, Radar- und Lidarsensoren.
Das elektrisch angetriebene Lieferfahrzeug ist mit hochautomatisierten Fahrfunktionen nach Level 4 ausgestattet, manövriert eigenständig durch die Innenstadt, hält die Spur sogar auf Straßen ohne Fahrbahnmarkierungen, erkennt Ampeln ebenso wie Verkehrszeichen und reagiert auf plötzliche Gefahrensituationen. Darüber hinaus kann der ZF Innovation Van Hindernisse wie beispielsweise in zweiter Reihe geparkte Fahrzeuge erkennen und umfahren. Für Paketboten besonders hilfreich ist die Follow-Me-Funktion, eine Fernsteuerung via Tablet: Liegen zwei Adressen so nah beieinander, dass sich die Strecke besser zu Fuß bewältigen lässt, folgt der ZF Innovation Van dem Zusteller wie an einer virtuellen Leine. Findet sich vor einer Adresse kein freier Parkplatz, kann der Paketbote das Fahrzeug zum nächsten Stopp vorausschicken, wo es selbstständig eine Haltemöglichkeit sucht. So werden zukünftig Staus durch Parken in zweiter Reihe vermieden.

Mit zwei weiteren Weltneuheiten gibt ZF zukunftweisende Antworten auf zentrale Herausforderungen für Speditionen: dem ZF Innovation Truck und dem ZF Terminal Yard Tractor. Das Rangieren von Wechselbrücken oder Trailern und Containern übernehmen diese Fahrzeuge autonom. Die Funktionen der fahrerlos manövrierenden Fahrzeuge steigern Effizienz, Tempo und Umweltfreundlichkeit auf Betriebshöfen, Werksgeländen und Containerhäfen.

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2018.10.15 23:56 V11.6.0-1