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© Gajus Dreamstime Design Analysen | 13 September 2018

TrendForce ändert Vorhersage für Notebook-Markt 2018

TrendForce hat seine Prognose für den globalen Notebook-Versand 2018 aufgrund der zunehmenden Verknappung von Intel-CPUs nach unten angepasst. Intel hatte ursprünglich geplant, die Massenproduktion von CPUs auf Basis der neuesten Whiskey Lake-Plattform im dritten Quartal 18 aufzunehmen, wenn sich der Notebook-Markt in der Hauptsaison befindet.
PC-OEMs finden jedoch momentan eine unzureichende Versorgung mit Whiskey Lake CPUs. Dies hat die Versandpläne der Anbieter für das zweite Halbjahr durchkreuzt. Aus diesem Grund kommt TrendForce zu dem Schluss, dass die Gesamtlieferung von Notebooks in diesem Jahr um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgehen wird und die CPU-Knappheit auch den gesamten Speichermarkt weiter beeinträchtigen könnte.

Der genaue Grund für den Mangel an Intel-CPUs ist derzeit unklar, da das Problem gleichzeitig die neu eingetroffenen CPU-Produktlinien betrifft, aber zudem auch die Produktlinien, die bereits seit einiger Zeit auf dem Markt sind. Zu den betroffenen Produkten gehören die verbesserte Version von 14nm++ und Produktlinien auf Basis der 14nm+ Coffee Lake Plattform, die bereits seit einem halben Jahr in der Massenproduktion sind und eine der Lösungen für Mainstream-Modelle im Notebook-Markt darstellt.

Die mangelnde Versorgung der bestehenden CPU-Produktlinien hat erhebliche Auswirkungen auf den Notebook-Markt insgesamt. TrendForce schätzt, dass die CPU-Lieferlücke im Notebook-Markt von rund 5 Prozent im August auf 5 bis10 Prozent im September gestiegen ist. Nicht ausgeschlossen, dass sich die Versorgungslücke im vierten Quartal 18 sogar auf über 10 Prozent ausdehnen kann. Mit einem Rückgang des Engpasses wird erst im ersten Halbjahr 19 gerechnet.

TrendForce stellt außerdem fest, dass der CPU-Mangel voraussichtlich auch den gesamten Speichermarkt betreffen wird. Die DRAM-Preise würden sich nun einem Wendepunkt nähern, nachdem sie neun Quartale in Folge gestiegen sind. DRAMeXchange, eine Abteilung von TrendForce, hatte zuvor geschätzt, dass die Vertragspreise für PC-DRAM-Produkte im vierten Quartal 18 um rund 2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal sinken werden, da es am Markt allmählich ein Überangebot gibt. Jetzt scheint es möglich, dass der Preisverfall durch den Mangel an Intel-CPUs und die geringere Nachfrage nach Notebooks und PC-DRAM in Folge noch größer wird.

Andererseits könnten sich die Auswirkungen des CPU-Mangels auch auf den NAND-Flash-Markt ausweiten. Das unzureichende Angebot könne dazu führen, dass die PC-OEMs in der kommenden Hauptsaison eine geringere Nachfrage nach Notebooks erwarten, was sich auf die Nachfrage nach SSDs in der zweiten Jahreshälfte auswirken würde. Daher erwartet TrendForce, dass der SSD-Preisrückgang im vierten Quartal 18 stärker ausfallen wird als in diesem Quartal.

Im Hinblick auf den Servermarkt findet derzeit die Umstellung von der Grantley- auf die Purley-Plattform statt. Laut TrendForce-Umfrage hat eine Minderheit von Server-OEMs eine längere Vorlaufzeit bei der Lieferung von Purley-Prozessoren. Darüber hinaus seien sowohl der NAND-Flash- als auch der DRAM-Markt viel anfälliger für die sinkende Nachfrage der Serveranwendung als die der PC- oder Notebookanwendung, berichtet TrendForce. Daher würden rückläufige Korrekturen der Nachfrage nach Serverspeicherprodukten zu einem stärkeren Rückgang der Angebote für Speicherprodukte insgesamt führen.
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2018.11.15 17:25 V11.9.0-1