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© bombardier Markt | 13 September 2018

Bombardier Transportation investiert in Deutschland

Bombardier Transportation investiert in BatteriezĂŒge fĂŒr den deutschen Markt. Mitte 2019 soll in Baden-WĂŒrttemberg eine einjĂ€hrige Testphase des Passagierbetriebs starten. Das hat der Zughersteller mitgeteilt.
Am Bombardier-Standort Hennigsdorf in Brandenburg ist jetzt der Prototyp Talent 3 vorgestellt worden. Der Batteriezug fahre abgasfrei und deutlich leiser als DieselzĂŒge. „Wir wollen den Bahnverkehr weiter elektrifizieren. Ein Zug, der seine Batterien im Fahren an der Oberleitung aufladen kann, ist hierfĂŒr ein Riesenschritt und Innovation pur“, erklĂ€rte Enak Ferlemann, StaatssekretĂ€r im Bundesverkehrsministerium.

Der neue Batteriezug ist der erste seiner Art, der in den vergangenen 60 Jahren fĂŒr Deutschland entwickelt wurde. Laut einer Vergleichsstudie der TU Dresden hat der Batterietriebzug auch bei der Gesamtkostenbetrachtung ĂŒber die komplette Laufzeit von 30 Jahren deutlich die Nase vorn. Das Gesamtvolumen des Projektes bezifferte das Unternehmen auf acht Millionen Euro, wovon vier Millionen Euro Bundesfördermittel sind.

„Mit unserem neuen Batteriezug setzen wir eine echte Innovation auf die Schiene“, so Michael Fohrer, Deutschlandchef von Bombardier Transportation. Dieser Zug sei Bombardiers technologische Antwort auf aktuelle Herausforderungen wie Luftverschmutzung, Klimawandel und Ressourcenknappheit. „Rund 40 Prozent des deutschen Schienennetzes sind nicht elektrifiziert. Hier ist der Bombardier-Batteriezug ökonomisch und ökologisch eine attraktive Option“, so Fohrer weiter.

Das Projekt befindet sich noch in der Testphase, AuftrĂ€ge liegen noch nicht vor. Man beteilige sich aber bereits an Ausschreibungen, heißt es von Bombardier Transportation. Die auf dem Dach montierten Batterien des Prototypen können einen nicht-elektrifizierten Streckenabschnitt von 40 Kilometern ĂŒberbrĂŒcken. Im nĂ€chsten Jahr sollen Strecken bis zu 100 Kilometern möglich sein. Das Wiederaufladen der Batterien erfolge ĂŒber die Bahn-Oberleitung binnen weniger Minuten.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1