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Markt | 27 August 2018

Bosch setzt auf Zukunft der Brennstoffzellen-Technologie

Bosch treibt die Entwicklung der Brennstoffzelle für potenzielle neue Energiesysteme weiter voran. Gemeinsam mit dem britischen Technologie-Spezialisten Ceres Power will das Unternehmen die Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie (SOFC) weiterentwickeln. Gleichzeitig beteiligt sich Bosch mit einem Anteil von vier Prozent an Ceres Power.
Eine Kooperations- und Lizenzvereinbarung zur Technologieentwicklung und den Aufbau einer Kleinserienfertigung bei Bosch sowie einen Vertrag zum Anteilserwerb haben die beiden Unternehmen bereits unterzeichnet. Ceres Power ist nach eigenen Angaben führend in der Entwicklung von innovativer Festoxid- Brennstoffzellen-Technologie der nächsten Generation. Ziel von Ceres sei es, diese Technologie durch Volumenfertigung mit Partnern zu industrialisieren und sie für die vernetzte und dezentrale Energieerzeugung einzusetzen. SOFC-Systeme sollen in Städten, Fabriken, Rechenzentren oder beim Betreiben von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen.

„Die hocheffiziente Brennstoffzelle mit sehr geringen Emissionen ist für Bosch ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit und Flexibilität des Energiesystems“, so Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer mit Verantwortung unter anderem für den Unternehmensbereich Energy and Building Technology. Schon in gut 30 Jahren würden voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Menschen und damit 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten wohnen. Bis 2035 wird der Energieverbrauch weltweit um 30 Prozent steigen. Dieser erhöhte Strombedarf könne in Zukunft nicht mehr nur mit großen, zentralen Kraftwerken abgedeckt werden.

„Das Ziel unserer Kooperation mit Bosch ist es, einen neuen Industrie-Standard für Festoxid-Brennstoffzellen für die dezentrale Energieversorgung zu setzen. Die Verbindung der Ceres-Technologie mit den Bosch-Kompetenzen in Technologie, Fertigung und Supply-Chain-Management ermöglicht eine starke Partnerschaft“, sagt Phil Caldwell, CEO von Ceres Power. So könne man die Technologie noch wettbewerbsfähiger machen und für eine mögliche Serienfertigung weiterentwickeln.

Mit der SOFC-Technologie werden die Energieträger Erdgas oder Wasserstoff durch eine elektrochemische Reaktion im Inneren der Brennstoffzelle, im sogenannten Stack, in Elektrizität umgewandelt. Dieser Prozess ist besonders umweltschonend, die Emissionen sind deutlich geringer als bei Verbrennungskraftwerken.

Gemeinsam mit Ceres Power wird Bosch künftig daran arbeiten, die SOFC- Technologie für verschiedene Anwendungen nutzbar zu machen: Es sollen kleine Kraftwerke entstehen, die überall in Städten sowie in Industrie- und Gewerbegebieten platziert werden können. In der Zukunft soll ein SOFC-Modul eine elektrische Leistung von 10 kW erzeugen. Für einen höheren Energiebedarf sollen beliebig viele Module mit gleicher Leistung einfach vernetzt werden. Die Brennstoffzellentechnologie werde die Energiewende einen weiteren Schritt nach vorne bringen, ist sich Hartung sicher.
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2018.11.15 17:25 V11.9.0-2