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© lavitreiu dreamstime.com Markt | 01 August 2018

Zwei von drei Personalern informieren sich online über Bewerber

Bewerber mĂŒssen nicht nur mit guten Noten und lĂŒckenlosem Lebenslauf glĂ€nzen, sondern sollten auch auf ihre Social-Media-Profile achten. Zwei von drei Unternehmen (63 Prozent) informieren sich in Sozialen Netzwerken ĂŒber Stelleninteressenten.
Im Fokus stehen dabei vor allem beruflich ausgerichtete Plattformen wie Xing oder LinkedIn (53 Prozent), gefolgt von eher privat ausgerichteten Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram (30 Prozent). Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern. „Die Zeiten, in denen Social-Media-Auftritte eine klassische Bewerbung lediglich ergĂ€nzen, gehen zu Ende“, sagt Bitkom-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Bernhard Rohleder. „Immer mehr Unternehmen suchen schwerpunktmĂ€ĂŸig ĂŒber soziale Netzwerke neue Mitarbeiter und begnĂŒgen sich mit den dort hinterlegten Informationen fĂŒr den Start eines Bewerbungsverfahrens. Wer sich in Sozialen Netzwerken gut prĂ€sentieren kann, hat definitiv Vorteile bei der Jobsuche.“ Im Zeitverlauf zeigt sich, dass Personaler Social Media eine wachsende Bedeutung beimessen: 2015 informierten sich nur 46 Prozent in Sozialen Netzwerken ĂŒber Bewerber, 2013 waren es erst 23 Prozent.

„Die Social-Media-Selbstdarstellung kann durchaus auch zur Karrierebremse werden“, meint Rohleder. Jeder vierte Personalverantwortliche (24 Prozent), der sich Profile von Bewerbern in Sozialen Netzwerken anschaut, hat schon Bewerber wegen einzelner EintrĂ€ge nicht eingestellt beziehungsweise nicht in die engere Auswahl genommen.

GrundsĂ€tzlich dĂŒrfen Arbeitgeber allgemein zugĂ€ngliche Daten einholen, sofern keine Persönlichkeitsrechte der Betroffenen entgegenstehen. Das gilt etwa fĂŒr ĂŒber Suchmaschinen frei verfĂŒgbare Inhalte und Informationen, die in Sozialen Netzwerken ohne Anmeldung frei abrufbar sind.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 304 Personalverantwortliche in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ.
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2018.12.12 16:24 V11.10.10-2