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© jenoptik Markt | 11 Juli 2018

Jenoptik erwirbt kanadischen Automobilzulieferer Prodomax Automation

Jenoptik übernimmt den kanadischen Automobilzulieferer Prodomax Automation. Der Vertrag zum Erwerb von 100 Prozent der Anteile ist jetzt geschlossen worden. Der Kaufpreis beläuft sich auf etwas weniger als das Zweifache des für 2018 erwarteten Umsatzes
Prodomax, mit Sitz im kanadischen Barrie in Ontario ist 1971 gegründet worden. 180 Mitarbeiter sind dort spezialisiert auf Prozessautomation in der Automobilindustrie. Mit der Übernahme stärkt der Konzern seine Position als Komplettanbieter von automatisierten Fertigungslösungen, die Jenoptik mit der Akquisition von Five Lakes Automation (FLA) 2017 aufgebaut hat. Prodomax wird, so wie FLA, Teil des weltweiten Laserbearbeitungsgeschäfts des Konzerns.

Ähnlich wie FLA plant und konzipiert Prodomax automatisierte Produktionslinien und integriert diese in die Fertigungsumgebung des Kunden. Services und Produkte rund um die Themen Prozess Engineering und Implementierung umfassen Anlagenlayout, Simulation, Maschinen-Steuerung und Software-Design, Robot-Handling-Systeme sowie Transportvorrichtungen.

Mit dem Erwerb von Prodomax und dem vorhandenen Know-how in der Laser-Materialbearbeitung mache man einen großen Schritt in Richtung eines integrierten Anbieters für hochentwickelte Fertigungsumgebungen, so Stefan Traeger, Vorstandsvorsitzender der JENOPTIK AG. Prodomax und FLA würden auch von der Finanzkraft und der globalen Präsenz des Konzerns profitieren.

Insbesondere gelte dies für die starke US-Präsenz von Jenoptik. Gemeinsam mit den Automationslösungen von FLA und dem Laseranlagengeschäft könne man sich zu einem globalen Fertigungsintegrator entwickeln. Mit Jenoptik werde es möglich, das Know-how auf andere Fertigungsprozesse in der Automobil-Produktion, beispielsweise von Türen oder Heckklappen, auszudehnen, so Don Leslie und Carolyn Garvey, Co-CEOs von Prodomax.

Prodomax kann auf ein starkes Umsatzwachstum zurückblicken. Im Geschäftsjahr 2017 (1. November 2016 bis – 31. Oktober 2017) betrug der Umsatz rund 65 Millionen kanadische Dollar (rund 42 Millionen Euro). Die Profitabilität lag deutlich über dem Durchschnitt des Jenoptik-Konzerns.

„Durch den Zukauf von Prodomax und aufgrund der anhaltend guten Nachfrage in unseren Geschäften gehen wir davon aus, dass der Jenoptik-Umsatz unsere derzeitige Prognose für dieses Jahr überschreiten wird“, ist Traeger optimistisch und geht von einem Konzernumsatz von 805 bis 820 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Prognosespanne von 790 bis 810 Millionen Euro für 2018 aus. Genaue Zahlen soll es am 9. August 2018 geben.

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2018.09.17 15:35 V10.9.3-2