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Komponenten | 11 Juni 2018

Deutsche Bauelemente-Distribution trotzt Herausforderungen

Trotz Bauteileknappheit konnte der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt (gemĂ€ĂŸ FBDi e.V.) auch im ersten Quartal 2018 weiter zulegen. Die Auftragslage bleibt stabil.
Der schlechten Liefersituation bei vielen elektronischen Bauelementen zum Trotz konnten die deutschen Distributoren auch im ersten Quartal 2018 weiter wachsen. Die im Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi e.V.) organisierten Distributionsunternehmen vermeldeten fĂŒr den Zeitraum Januar bis MĂ€rz 2018 einen Umsatzanstieg im Vergleich zu Q1/2017 von 7% auf 978 Millionen Euro. Die AuftrĂ€ge stiegen um 8% auf 1,09 Milliarden Euro. Mit 1,11 liegt die Book-to-Bill-Rate (VerhĂ€ltnis Auftragseingang zu Umsatz) weiterhin im „grĂŒnen“ Bereich.

Bei den grĂ¶ĂŸeren Produktsegmenten wuchsen die passiven Komponenten mit 10,6% (auf 136 Millionen Euro) am stĂ€rksten, gefolgt von der Elektromechanik (7,1% auf 105 Millionen Euro) und den Halbleitern (6,5% auf 676 Millionen Euro). Stromversorgungen wuchsen um 14% auf knapp 30 Millionen Euro, die UmsĂ€tze mit Displays sanken um 5,5% auf 22 Millionen Euro. Keine oder nur marginale Änderungen ergaben sich in der Umsatzverteilung: Halbleiter 69,1%, Passive 13,9%, Elektromechanik 10,7%, Stromversorgungen 3%, der Rest summiert sich auf 3,3%.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Die geringe Wachstumsrate im ersten Quartal 2018 hĂ€ngt weitgehend damit zusammen, dass aufgrund der langen Lieferzeiten bei vielen Bauelementen Bestellungen und bestehende AuftrĂ€ge nach hinten verschoben werden. Eine wesentliche Entspannung der Lieferzeiten, zum Beispiel bei sehr vielen passiven Bauelementen, ist derzeit nicht in Sicht. Nach unserer EinschĂ€tzung ist das erste Quartal ein guter Indikator fĂŒr das Gesamtjahr 2018.“

„Die wirtschaftliche Lage der deutschen Elektronikindustrie“, so Steinberger weiter, „ist zwar weiterhin gut, die Innovationskraft ist hoch, es kann aber durchaus sein, dass sich die wirtschaftspolitischen Verwerfungen zwischen USA, Europa und China als Wachstumsbremse erweisen.“

Was die Komponentenindustrie speziell betrifft, so wĂŒchsen nach Angaben von Marktforschern wie IC Insights die Investitionen in neue ProduktionskapazitĂ€ten in 2018 auf ĂŒber 100 Milliarden Dollar (nur Halbleiter), auch die Produktion bei Passiven Komponenten werde drastisch ausgeweitet. „Die meisten Marktteilnehmer sind sich jedoch einig, dass der Komponentenbedarf in einigen SchlĂŒsselprodukten (Smartphones) weiterhin so rasant steigt, dass eine Entspannung frĂŒhestens in 2019 eintritt. Damit wird 2018 wohl ein Jahr werden, in dem Preiserhöhungen und lange Lieferzeiten den Ton angeben.“
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