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© pichetw dreamstime.com Markt | 30 Mai 2018

Ningbo Jifeng will deutsche Grammer AG übernehmen

Die Grammer AG hat eine weitreichende Investorenvereinbarung mit Ningbo Jifeng Auto Parts Co. Ltd abgeschlossen. Ningbo Jifeng befindet sich mehrheitlich im Besitz der chinesischen Familie Wang.
Im Zuge dieser Vereinbarung über eine engere Zusammenarbeit soll auch ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der Grammer AG abgegeben werden. Grammer-Aktionären werden 60,- Euro je Aktie geboten, plus eine Dividende in Höhe von 1,25 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2017.

In Verbindung mit dem Übernahmeangebot hat der Bieter erklärt, dass man die Aktionärsstruktur von Grammer dauerhaft stabilisieren wolle. Die Grammer AG soll auch nach einer erfolgreichen Übernahme weiter an der Börse in Deutschland notiert bleiben.

In der jetzt von Grammer und dem Bieter geschlossenen rechtlich bindenden Investorenvereinbarung haben sich beide Parteien auf wesentliche Eckpfeiler der Transaktion verständigt.

Dazu zählt der Erhalt des Hauptsitzes der Gesellschaft, der nationalen und internationalen Standorte sowie umfangreiche Zusagen für die Beschäftigten des Grammer Konzerns vor. Die Zusagen gelten für bis zu 7,5 Jahren. Das biete entsprechende Sicherheiten für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter, heißt es in einer Pressemitteilung von Grammer. Außerdem verpflichtet sich der Bieter in Zukunft keine Aufspaltung oder ähnliche Maßnahmen vorzunehmen. Es sei denn, Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen aktiv eine solche Maßnahme.

Das Produkt- und Kundenportfolio im Automobilbereich beider Konzerne ergänze sich hervorragend. Beide Konzerne sollen zukünftig ihre jeweiligen Märkte besser und nachhaltiger gemeinsam erschließen. Während Grammer von einem besseren Zugang zum chinesischen Markt profitiert, würde der chinesische Partner Vorteile aus der internationalen Aufstellung von Grammer ziehen. Dafür soll auch das bestehende Management im Amt bleiben. Der Abschluss des öffentlichen Übernahmeangebots unterliegt noch dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

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2018.10.15 23:56 V11.6.0-2