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© Business Finland Markt | 18 April 2018

Finnland will führende Rolle auf dem europäischen Batterie-Markt spielen

Die Nachfrage nach Batterien werde bis 2020 stetig steigen, berichtet Business Finland, Finnlands staatliche Organisation für Innovationsförderung. Mit „Batteries from Finland“ hat Business Finland ein zweijähriges Aktivierungs-Programm für den Batteriesektor gestartet. Damit soll Finnland in den europäischen und weltweiten Batteriemarkt integriert werden.
Evertiq hat im Laufe des letzten Jahres über mehrere große Investitionen in der europäischen Batterieproduktion berichtet - beispielsweise in Deutschland, Ungarn, Polen und Schweden. Nun will auch Finnland ein Stück von dem Kuchen. Erwartet wird, dass durch den Schub bei Elektro-Autos die Nachfrage nach leistungsfähigen Batterien weiter wachsen wird.

Gegenwärtig werden 80 Prozent aller Batterien in Asien produziert. Insbesondere sind dies Primär-Batterien - Batterien, die nicht wieder aufgeladen werden können. Während es in anderen Teilen Europas bereits ein Know-how in Sachen Batterietechnologie gibt, habe Finnland noch Nachholbedarf, heißt es in einer Pressemitteilung von Business Finland. Finnland verfügt dagegen über Rohstoffe und Chemikalien, die zur Batterie-Herstellung benötigt werden. Jetzt sei es die Zielsetzung auch in den anderen Teil der Herstellungskette für die Entwicklung von Batteriezellen einzugreifen. Außerdem plane das Land auch Investitionen für die Wiederverwertung von Batterien. Und der finnische Wirtschaftsminister Mika Lintilä ergänzt, Finnland könne eine einzigartige Kombination von Rohstoff-, Verarbeitungs- und Energie-Know-How in einem großen geografischen Gebiet anbieten.

Finnland wolle mehr sein als nur Rohstoffproduzent. Die Unternehmen verfügten über wettbewerbsfähige Konzepte und Know-How. Der Markt boome und Hauptziel sei es, einen Teil des neuen Marktes zu erobern ohne dabei mit bereits bestehenden Anbietern zu konkurrieren. Dies sei eine große Chance für Finnland, prognostiziert Pekka Soini, Generaldirektor von Business Finland.

Der wachsende Markt zur Batterieherstellung benötigt neue Abbaukapazitäten, da im Moment nicht genug Mineralien vorhanden sind, um die schnell wachsenden Anforderungen zu erfüllen. Und hier komme nun Finnland ins Spiel. Das Land verfüge über die notwendigen Rohstoffreserven und über geologisches und bergbauliches Fachwissen, heißt es von Business Finland. Dies gelte auch für den Recycling-Bereich. Außerdem solle in diesem Zusammenhang der Aufbau eines nationalen Batterie-Ökosystems beschleunigt werden. Finnland sei ein attraktiver Ort für internationale Bergbau-Investitionen.

Dass der Batterie-Sektor weiter boomen wird, dafür soll insbesondere die wachsende Elektromobilität sorgen. Die angestrebte Emissionsreduktion erhöht die Nachfrage nach Elektroautos, Bussen, Fahrrädern und Motorrollern, die mittlerweile auch zu wettbewerbsfähigeren Preisen erhältlich sind. In vielen Großstädten haben beispielsweise längst Elektro-Busse Einzug gehalten. Und Vesa Koivisto, Leiter Industrie, Cleantech & Bioökonomie von Business Finland, wagt einen Blick in die Zukunft.

Das Batterie-Recycling werde ein Schlüsselsektor für die zukünftige Entwicklung sein. Autobatterien könnten beispielsweise für die Energiespeicherung zuhause wiederverwendet werden. Dazu hat Business Finland im Februar 70 Industrievertreter nach Finnland eingeladen um gemeinsam künftige Technologien zu entwickeln.

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2018.05.11 10:46 V9.5.4-2