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© Flöther & Wissing Markt | 10 April 2018

Calyxo GmbH: Insolvenzverwalter prüft Optionen

Nach dem Insolvenzantrag des Solarmodul-Herstellers Calyxo GmbH in Thalheim wird der Geschäftsbetrieb fortgeführt. Dies teilte der vom zuständigen Amtsgericht Dessau-Roßlau bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther mit. Flöther prüft derzeit die Möglichkeiten einer Sanierung.
"Der Insolvenzantrag hat keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb“, betonte Flöther, Namenspartner der bundesweit tätigen Kanzlei Flöther & Wissing. "Alle Leistungen werden nach wie vor in gewohnter Qualität erbracht.“ In den nächsten Tagen und Wochen wird sich der vorläufige Insolvenzverwalter ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Lage machen und die zur Verfügung stehenden Sanierungsoptionen prüfen. „Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten."

Flöther war bereits am Montag vom Insolvenzgericht als Sachverständiger bestellt worden und hatte sich umgehend zusammen mit seinem Team nach Thalheim begeben und die 155 betroffenen Mitarbeiter informiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Deren Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate bis Ende Juni gesichert. Die Aufhebung der Kurzarbeit wird geprüft. Diesen Zeitraum will Flöther nutzen, um nach Möglichkeit eine Sanierung des Geschäftsbetriebs in die Wege zu leiten. "Calyxo ist ein im Kern wettbewerbsfähiges Unternehmen, das sich jedoch in einem sehr schwierigen Marktumfeld bewegt“, ergänzte Flöther. "Ob eine Sanierung möglich ist, wird sich im Rahmen einer genaueren Prüfung in den nächsten Monaten zeigen.“

Die Calyxo GmbH ist ein deutscher Hersteller von Cadmium Tellurid (CdTe-) Dünnschicht-Solarmodulen sowie Anbieter von schlüsselfertigen Systemlösungen. Seit der Gründung im Jahr 2005 am Standort 'Solar Valley' in Bitterfeld-Wolfen sei das Unternehmen kontinuierlich gewachsen. Gemeinsam mit der amerikanischen Muttergesellschaft Solar Fields wird die Forschung und zügige Weiterentwicklung der CdTe-Technologie vorangetrieben. Durch den Wegfall eines Großauftrags ist der Solarmodul-Hersteller nun in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

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2018.06.15 00:12 V9.6.1-2