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© tom schmucker dreamstime.com Komponenten | 22 MĂ€rz 2018

Geldbußen von EUR 254 Mio. gegen acht Hersteller von Kondensatoren

Die EuropĂ€ische Kommission hat gegen Elna, Hitachi Chemical, Holy Stone, Matsuo, NEC Tokin, Nichicon, Nippon Chemi-Con und Rubycon Geldbußen in Höhe von insgesamt EUR 253'935'000 EUR verhĂ€ngt.
Die Unternehmen, zusammen mit dem Kronzeugen Sanyo, beteiligten sich an einem weltweiten Kartell fĂŒr die Lieferung von Aluminium- und Tantal-Elektrolytkondensatoren im Zeitraum von 1998 bis 2012. Die fĂŒr Wettbewerbspolitik zustĂ€ndige EU-Kommissarin Margrethe Vestager erklĂ€rte dazu: „Kondensatoren sind ein wesentlicher Bestandteil fast aller Elektronikprodukte. Sie sind sowohl in Smartphones und HaushaltsgerĂ€ten als auch beispielsweise in elektronischen Systemen in Autos und in Windturbinen enthalten. Die neun Unternehmen, gegen die wir heute Geldbußen verhĂ€ngen, haben Absprachen getroffen, um möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Den Schaden dĂŒrften nicht nur Herstellerfirmen, sondern auch die Verbraucher getragen haben. Unser heutiger Beschluss ist erneut ein klares Zeichen dafĂŒr, dass wir wettbewerbswidriges Verhalten, das den Verbrauchern in Europa schadet, nicht dulden werden – und zwar auch dann nicht, wenn die schĂ€dlichen Kontakte außerhalb Europas stattfinden.“ Die Untersuchung der Kommission ergab, dass neun japanische Unternehmen im Zeitraum von 1998 bis 2012 im Rahmen multilateraler ZusammenkĂŒnfte und bi- oder trilateraler Kontakte sensible GeschĂ€ftsinformationen austauschten. Sie bezweckten eine Abstimmung ihres kĂŒnftigen Verhaltens, um Preiswettbewerb zu verhindern. Ausgetauscht wurden insbesondere zukunftsbezogene Informationen ĂŒber Preise und Preisgestaltungsabsichten sowie ĂŒber Angebot und Nachfrage. In einigen FĂ€llen trafen die Kartellbeteiligten auch Preisabsprachen und ĂŒberwachten deren Umsetzung. Wie die Untersuchung ergab, war den Kartellbeteiligten bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten gegen die Wettbewerbsvorschriften verstießen. Abzulesen ist dies an ihrer Absicht, das Verhalten zu verschleiern. So enthielten zwischen den Unternehmen ausgetauschte Nachrichten und interne E-Mails mit Berichten ĂŒber einschlĂ€gige Sitzungen SĂ€tze wie „Nach dem Lesen löschen“, „Bitte löschen Sie diese E-Mail, wenn Sie sie gelesen haben, und speichern Sie sie nicht“, oder „Bitte Vorsicht im Umgang mit dem Inhalt des vorliegenden Berichts, da das Treffen nicht öffentlich bekannt werden sollte“. Im Rahmen der Treffen fanden auch GesprĂ€che zwischen hohen FĂŒhrungskrĂ€ften oder gar den GeschĂ€ftsfĂŒhrern statt. Ort der Treffen und Kontakte war in erster Linie Japan, doch wurde das Kartell weltweit umgesetzt, so auch im EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum (EWR). Geldbußen
Unternehmen GruppeErlass Leniency NoticeGeldbuße (EUR) SANYO Electric Co., Ltd. und Panasonic Corp.100%0 Hitachi Chemical Electronics Co., Ltd. und Hitachi Chemicals Co., Ltd.35%18'476'000 Rubycon Corp. und Rubycon Holdings Co., Ltd.30%28'424'000 ELNA co., Ltd.15%18'162'000 TOKIN Corp. und NEC Corp.15%16'445'000 Matsuo Electric Co., Ltd.824'000 Nichicon Corp.72'901'000 NIPPON CHEMI-CON Corp.97'921'000 Vishay Polytech Co., Ltd, Holy Stone Holdings Co., Ltd. und Holy Stone Enterprise Co., Ltd.782'000
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2019.02.21 14:28 V12.2.5-2