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© andrei krauchuk dreamstime.com Markt | 28 Februar 2018

Phoenix Solar: Verhandlungen mit Investoren für einzelne Tochtergesellschaften dauern an

In seinem der Er√∂ffnung zugrundeliegenden Gutachten kommt Dr. Jaff√© zu dem Ergebnis, dass bei der Phoenix Solar AG, die als Finanzholding f√ľr ihre weltweit t√§tigen Projekt- und Tochtergesellschaften fungierte, sowohl Zahlungsunf√§higkeit als auch √úberschuldung als Insolvenzgr√ľnde vorliegen.
"Das Verm√∂gen der Phoenix Solar AG besteht im Wesentlichen noch aus den Beteiligungen an den nicht insolventen Tochtergesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum, in Italien, in Griechenland sowie im Nahen und Mittleren Osten. Hierf√ľr laufen die Verhandlungen mit potentiellen Investoren. Der Ausgang ist allerdings noch ungewiss. Aller Voraussicht nach werden die Verwertungserl√∂se jedoch nicht ansatzweise ausreichen, um die f√§lligen Verbindlichkeiten der Phoenix Solar AG zu decken", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaff√© in seinem Gutachten zur Er√∂ffnung des Insolvenzverfahrens.

Der Wert der Beteiligungen besteht im Wesentlichen darin, dass funktionierende organisatorische Einheiten f√ľr die Durchf√ľhrung von Projekten bestehen und zumindest ein Portfolio an angebahnten Projekten existiert, die mit Unterst√ľtzung eines Investors gegebenenfalls noch aufgegriffen werden k√∂nnen. "Die Tochtergesellschaften sind damit f√ľr strategische Investoren interessant, die in Verbindung mit eigenen Projekten nach einer solchen etablierten Einheit suchen und hier entsprechende Synergien heben k√∂nnen", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaff√©.

Vor diesem Hintergrund wurden bereits im Rahmen der vorl√§ufigen Insolvenzverwaltung intensiv Verwertungsm√∂glichkeiten f√ľr einzelne Beteiligungen gepr√ľft und forciert. In der Folge wurden innerhalb k√ľrzester Zeit Interessenten in aller Welt kontaktiert und Gespr√§che √ľber die Investitionsobjekte und den weiteren Verfahrensgang gef√ľhrt.

Am aussichtsreichsten ist dabei der Verkauf der italienischen Beteiligungen, die einen Solarpark auf Sizilien im Eigentum halten. Hierzu wurden bereits zahlreiche Gespr√§che mit mehreren potenziellen K√§ufern gef√ľhrt, erste indikative Kaufangebote liegen vor. Dies gilt auch f√ľr Anteile an einer Photovoltaik-Anlage in Waltenhofen, Deutschland, hei√üt es seitens des Insolvenzverwalters.

F√ľr die Tochtergesellschaften der Phoenix Solar AG im asiatisch-pazifischen Raum wird ebenfalls angestrebt, mit einem der interessierten potentiellen Investoren schnellstm√∂glich zu einem Vertragsabschluss zu kommen. "Ob dies gelingt, kann noch nicht prognostiziert werden", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaff√© in seinem Gutachten. Auch f√ľr die Tochtergesellschaften in der T√ľrkei und in Oman wird noch mit potentiellen Interessenten verhandelt, wobei hier erheblich schwierigere Rahmenbedingungen gegeben sind. Daneben wird nach einer Fortf√ľhrungsm√∂glichkeit f√ľr die Tochtergesellschaft in Griechenland (Phoenix Solar M.E.P.E., Athen) gesucht.

F√ľr die mit einem Anteil von zuletzt 78 Prozent am Konzernumsatz gr√∂√üte Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG, die US-Tochtergesellschaft Phoenix Solar Inc., gibt es keine Fortf√ľhrungsl√∂sung. Die Auftraggeber der Phoenix Solar Inc. hatten bereits vorinsolvenzlich wichtige Auftr√§ge gek√ľndigt, sodass die US-Gesellschaft selbst am 29. Dezember 2017 einen Insolvenzantrag nach Chapter 7 des US Bankruptcy Code stellte.

Die Phoenix Solar AG hatte am 13. Dezember 2017 Antrag auf Er√∂ffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, nachdem ein gro√üer Kunde der Phoenix Solar Inc. projektbezogene Akkreditive im Umfang von rund 8 Mio. USD gezogen hatte. Dadurch war die Muttergesellschaft Phoenix Solar AG mit Erstattungsanspr√ľchen der ausstellenden Banken in gleicher H√∂he konfrontiert. Dies √ľberstieg ihre finanziellen M√∂glichkeiten. Versuche der Unternehmensf√ľhrung, mit dem US-Kunden und dem Bankenkonsortium in Deutschland zu einer L√∂sung zu kommen, blieben erfolglos.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1